Deutscher NSA-Ausschuss nutzt neue Krypto-Handys nicht 

18. September 2014, 15:14
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"Der Gesprächsaufbau funktioniert nicht" - Handys liegen in Schubladen

Die neuen abhörsicheren Krypto-Handys werden im deutschen NSA-Untersuchungs-Ausschuss offensichtlich nicht genutzt. Die Linke-Vertreterin im Ausschuss, Martina Renner, sagte dem MDR, sie habe das Handy inzwischen in die Schublade gelegt. "Ich weiß mittlerweile auch von den Kollegen, die haben alle dieses Handy inzwischen in der Schublade", sagte Renner.

Maue Sprachqualität

Renner weiter: "Bei einem Anschaffungswert von 2.000 Euro ist das sehr bedauerlich." Zur Begründung sagte Renner, "der Gesprächsaufbau funktionierte nicht", auch die Sprachqualität lasse zu wünschen übrig. Die Bundesregierung hatte die ersten rund 2.500 Krypto-Handys vor drei Jahren geordert. Die Geräte sollen genutzt werden, um geheimhaltungsbedürftige Inhalte zu kommunizieren. Der NSA-Untersuchungs-Ausschuss erhielt die Spezialtelefone kurz nach seiner Konstituierung im Frühjahr. (red, 18.9. 2014)

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