Chansonsängerin Liesl Müller-Johnson gestorben

18. September 2014, 11:49
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In England lebende 92-jährige Wienerin starb am Vortag der Präsentation ihrer Autobiografie in ihrer Geburtsstadt

Wien - Die seit 1947 in England lebende Wiener Chansonsängerin und Geschäftsfrau Liesl Müller-Johnson ist amMittwoch 92-jährig in Wien gestorben. Das erfuhr die APA aus Kreisen der Familie. Müller-Johnson war erst kurz zuvor in ihre Geburtsstadt gereist, da sie morgen im Wiener Radiokulturhaus an der Präsentation ihrer im Milena Verlag neu aufgelegten Autobiografie teilnehmen wollte.

Müller-Johnson wurde 1922 als Tochter des Kabarettstars Rosl Berndt und des ungarischen Impresarios und späteren "Simpl"-Eigentümers Karl Müller in Wien geboren. Nach ihrer Heirat mit dem Fliegerleutnant Johnnie Johnson übersiedelte sie nach England und gründete 1957 die "Elizabeth Johnson Organisation", die bis 2002 Sprachstudenten aus aller Welt in England betreute. In ihrer Pension begann sie eine zweite Karriere als Chansonsängerin, veröffentlichte sieben CDs und gab zahlreiche Konzerte.

Auch morgen hätte sie, begleitet von der Zither-Spielerin Cornelia Mayer und dem Pianisten Otmar Binder, selbst einige Lieder singen sollen. Die um 19.30 Uhr beginnende Veranstaltung wird nun in memoriam abgehalten. Irene Suchy spricht dabei mit der Kulturpublizistin Monika Mertl, die Müller-Johnsons Autobiografie aus dem Englischen neu gefasst und ergänzt hat: "Rosl und ihre Tochter - Leben und Kabarett zwischen 1914 und 1936". (APA, 19.9.2014)

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