Auch "Spiegel"-Betriebsrat gegen Büchner

18. September 2014, 10:59
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Chefredakteur kämpft nach dem Misstrauensvotum der Printredakteure mit Gegenwind an einer weiteren Front

Wien - Beim deutschen Nachrichtenmagazin "Spiegel" gehen die Wogen weiter hoch. Nach dem Misstrauensvotum der Printredakteure gegen Chefredakteur Wolfgang Büchner – sie wehren sich gegen eine rasche Zusammenlegung von Print- und Onlinredaktion – hat Büchner jetzt auch den gesamten Betriebsrat gegen sich.

Das 13-köpfige Gremium stimmte am Mittwoch gegen Büchners Versuch, die Ressortleiter Armin Mahler und Lothar Gorris per Abfindung loszuwerden, berichtete der Branchendienst turi2, dem der Brief des Betriebsrates vorliegt. Büchner wollte ihnen laut Medienberichten den Abschied mit einer siebenstelligen Summe "versüßen".

In dem Brief heißt es etwa: "Wir finden es in jeder Hinsicht unverantwortlich, dass die Neubesetzung dieser Stellen schon betrieben wird, während es noch keine Einigung mit den aktuellen Inhabern dieser Stellen gibt. Dabei sollen die beiden Ressortleiter nicht nur ihre Ressortleiterfunktion verlieren, sondern das Haus sogar ganz verlassen."

Wie es beim "Spiegel" weitergeht, ist unklar. Die Gräben zwischen der Printredaktion und Büchner scheinen zu tief zu sein, um Büchners Restrukturierungsplan "Spiegel 3.0" umsetzen zu können. (red, derStandard.at, 18.9.2014)

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