Sieben Risikofaktoren für Alzheimer

17. September 2014, 16:57
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Beeinflussbare Faktoren gegen das große Vergessen: Was jeder Einzelne tun kann

In Österreich leben 100.000 Menschen mit Demenzerkrankungen, 2050 werden es aufgrund der demografischen Entwicklungen 250.000 sein. Über die Ursachen der Erkrankung tappen die Forscher noch im Dunkeln, "klar ist aber, dass sich die Krankheit lange Jahre unbemerkt entwickelt, bei der Diagnose ist sie schon weit fortgeschritten", sagt der Neurologe Peter Dal-Bianco von der Med-Uni Wien, Präsident der Österreichischen Alzheimerhilfe. Doch einmal abgesehen von den unbeeinflussbaren Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht und genetische Prädisposition gibt es sieben Risikofaktoren, die die Entstehung der Demenzerkrankung begünstigen.

  • 1. Bewegungsmangel
  • 2. Diabetes
  • 3. Bluthochdruck
  • 4. Nikotin
  • 5. Übergewicht
  • 6. Depression
  • 7. Geistiger Stillstand

"Wenn wir es schaffen, all diese Faktoren auf null zu setzen, würde sich die Zahl der Demenzkranken halbieren", sagt Dal-Bianco und verweist auf entsprechende Bewegungs- und Abnehmprogramme (zum Beispiel dreimal pro Woche Tanzen, Wandern, Schwimmen) sowie therapeutische Behandlungen. Für die geistige Fitness werden Musizieren, Lesen und Brettspiele empfohlen - auch die soziale Aktivität sei entscheidend.

Was wir essen sollten

Nach heutigem Wissen hilft der regelmäßige Konsum von Obst und Gemüse, die geistige Leistungsfähigkeit im Alter zu erhalten. Eine Studie, so Dal-Bianco, mit älteren Frauen habe gezeigt, dass vor allem Blattgemüse das Risiko von kognitiven Beeinträchtigungen reduziert. Eine andere Studie habe dem regelmäßigen Genuss von Fisch eine 28-prozentige Demenzrisikominderung attestiert. Dabei geht es um die Omega-3-Fettsäuren, die in Fischen wie Makrele, Lachs oder Sardine enthalten sind.

Die Einnahme von hochdosiertem Vitaminen habe sich nicht als vorbeugend erwiesen. "Nahrungsergänzungsmittel zur Vorbeugung von Demenz sind Marketinglügen", betonte Neurologe Dal-Bianco. (Karin Pollack, derStandard.at, 17.9.2014)

  • Die Erkrankung entwickelt sich langsam, eindeutige Gedächtnisausfälle treten relativ spät auf.
    foto: ap

    Die Erkrankung entwickelt sich langsam, eindeutige Gedächtnisausfälle treten relativ spät auf.

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