VR-Brille Totem verspricht besser als Oculus Rift und Morpheus zu sein

18. September 2014, 10:07
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Integriertes Tracking und Kompatibilität zu allen Plattformen

Das Unternehmen Oculus VR hat mit der Oculus Rift-Brille eine Renaissance der Virtual Reality-Technologie bewirkt. Die Entwicklung des Produkts wurde einst per Crowdfunding mitfinanziert, mittlerweile gibt es bereits eine zweite Entwicklerversion. Das Konzept erschien dem Social-Network-Riesen Facebook wertvoll genug, um den Hersteller für zwei Milliarden Dollar zu übernehmen.

Während Oculus VR damit auf absehbare Zeit nicht mehr unter Ressourcenknappheit leiden wird, versucht sich nun eine andere Firma an einem Konkurrenten. "Totem" heißt die VR-Brille, die sowohl Rift als auch Sonys "Project Morpheus" ausstechen soll.

Zwei Kameras für Tracking und Außensicht

Die Brille von Vrvana bringt neben ihrem Display auch zwei Kameras mit. Letztere soll jene Positionserfassung ermöglichen, für welche die beiden anderen Geräte auf externe Lösungen in Form von RGB- bzw. Infrarot-Beacons setzen. Dazu kann dank ihnen auch einfach ein Blick nach "Außen" geworfen werden, ohne dafür Totem abnehmen zu müssen.

vrvana

Optische Verzerrung wird onboard errechnet

Onboard-Hardwarebeschleunigung soll dazu dienen, die perspektivische Verzerrung direkt auf der Brille zu errechnen. Auf diesem Wege soll die Latenz zwischen Bewegung und Wiedergabe extrem niedrig gehalten werden. Da hierfür also kein zusätzliches Gerät von Nöten ist, soll die Brille prinzipiell mit praktisch allen PC-Betriebssystemen, sowie Konsolen und mobilen Endgeräten zusammenarbeiten können.

Ein weiteres Feature ist die Errechnung von räumlicher Tonwiedergabe aus einem Stereosignal. Auf der 3,5mm Audioklinke können Spieler Kopfhörer ihrer Wahl anhängen.

Unterstützt Firmwareupdates

Auch bei der Optik von Totem handelt es sich laut Vrvana um eine Eigenentwicklung. Man nutzt übergroße Linsen, die für klarere Darstellung und höheren Tragekomfort sorgen sollen. Beim Display setzt man auf ein 1080p-RGB-Panel. Sowohl der USB-Controller als auch der Video-/Audio-Prozessor sollen sich mit Firmware Upgrades bespielen und so zukünftig um neue Features erweitern lassen.

Plugins

Bis April 2015 soll eine erste Entwicklerversion ausgeliefert werden. Die Hersteller versprechen, den Programmieraufwand gering zu halten, in dem sie selbst Totem-Plugins für bedeutendere Spiele-Engines wie Unity, Havok, der Cry Engine und der Unreal Engine anbieten. Zudem soll ihre Brille bereits kompatibel zu allen Spielen sein, die das erste Entwicklerkit (DK1) der Oculus Rift unterstützen. An der Unterstützung für DK2 wird gearbeitet.

Guter Start

Wenigstens 350.000 Dollar will man auf Kickstarter erwirtschaften, wobei man rund 500 Dollar für die Reservierung einer Brille verlangt. Nach drei Tagen liegt man mit Einnahmen von über 100.000 Dollar sehr gut im Plan. Das Geld soll genutzt werden, um die Hardware fertig zu entwickeln, die Entwicklerunterstützung zu gewährleisten und die Massenproduktion vorzubereiten. (gpi, derStandard.at, 18.09.2014)

  • Das Startup Vrvana steigt mit "Totem" in den VR-Ring.
    foto: vrvana

    Das Startup Vrvana steigt mit "Totem" in den VR-Ring.

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    foto: vrvana
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