NSA-Chef zu Online-Aktivitäten der IS: "I'm watching"

17. September 2014, 14:07
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Experten gehen nicht davon aus, dass Terroristen Kapazitäten für ernsthafte Cyberattacken haben

Die NSA hat die Internetaktivitäten der Terrormiliz IS ("Islamischer Staat") unter die Lupe genommen. Das sagte der Direktor des US-Geheimdienstes, Admiral Mike Rogers, nun im Rahmen einer Cybersecurity-Konferenz in Washington.

Keine Details

Man müsse davon ausgehen, dass es in jedem möglichen Szenario auch eine "Cyber-Dimension" gebe, zitiert Reuters den NSA-Chef. Ob man bereits von Plänen für Cyberattacken durch die IS wisse bzw. welche technischen Möglichkeiten den Terroristen zur Verfügung stünden, wollte er jedoch nicht sagen.

Aggressive Mediennutzung

Die IS nutze Medien im Internet sehr aggressiv. "Das ist etwas, das ich beobachte", so Rogers. So wurden etwa Videos und Fotos von Hinrichtungen in sozialen Medien verbreitet. Auch zur Rekrutierungszwecken werden Twitter, Facebook und Co eingesetzt.

Technische Möglichkeiten

Der Sicherheitsexperte James Lewis vom Center for Strategic and International Studies geht allerdings nicht davon aus, dass die Kapazitäten der IS-Terroristen ausreichen, um eine ernsthafte Bedrohung im Internet darzustellen. "Dafür würden sie eine Verbindung zu den Syrern, Iranern oder Russen brauchen, und das ist unwahrscheinlich." (red, derStandard.at, 17.9.2914)

  • NSA-Direktor Mike Rogers beobachtet die Internetaktivitäten der Terrormiliz IS.
    foto: ap photo.u.s. navy

    NSA-Direktor Mike Rogers beobachtet die Internetaktivitäten der Terrormiliz IS.

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