Französische Köche wollen Singvogel wieder auf der Speisekarte sehen

17. September 2014, 14:36
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Der Ortolan gilt als gefährdet, wird aber nach wie vor als Delikatesse geschätzt

Paris- Vier französische Küchenchefs - unter ihnen Alain Ducasse - möchten eine seit 1999 von den Speisekarten verbannte Delikasse wieder servieren dürfen.

Der kinderhandgroße Singvogel namens Ortolan (Ammer) wird von Gourmets geschätzt, ein großer Fan war der verstorbene frühere französische Staatspräsident, Francois Mitterand.

Der Vogel wird nach dem Fangen im Dunkeln gehalten und gemästet, schließlich in Alkohol ertränkt und dann im Ofen gegart.

Beim Verspeisen wird eine Serviette über den Kopf gezogen - die Erklärungen hierfür reichen vom "Verstecken, um beim Ausspucken der Knochen nicht gesehen zu werden" (der Vogel wird als Ganzes in den Mund genommen) bis zum "Aroma bewahren."

Unter Schutz gestellt

Die Vogelart gilt als gefährdet und wurde deshalb unter Schutz gestellt.

Erst vor wenigen Wochen hatte Alain Ducasse erklärt, in seinem wieder eröffneten Restaurant "Plaza Athénée" keine Fleischgerichte mehr anzubieten.

Der Vogel wird dann wohl in einem seiner anderen Lokale serviert werden, sollte er mit seinem Vorstoß, zumindest am Wochenende Ortolan servieren zu dürfen, erfolgreich sein. (Reuters/red, derStandard.at, 17.09.2014)

Update 19.9. Die Küchenchefs wollen eine Aufhebung des Verbotes an einem Wochenende im Jahr. (red)

  • Der Ortolan gilt als Delikatesse.
    foto: ap/edme

    Der Ortolan gilt als Delikatesse.

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