Sony erwartet drastisch höheren Verlust

17. September 2014, 11:52
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Auslöser für den höheren Verlust sei eine Abschreibung auf den Bereich mobile Kommunikation

Tokio - Der japanische Elektronik-Riese Sony rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem drastisch höheren Verlust. Die Prognose wurde am Mittwoch auf ein Minus von 230 Mrd. Yen (1,66 Mrd. Euro) angehoben. Erst vor zwei Monaten hatte Sony für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr noch rote Zahlen von 50 Mrd. Yen in Aussicht gestellt.

Auslöser für den höheren Verlust sei eine Abschreibung auf den Bereich mobile Kommunikation, teilte der Konzern mit. Sony rechne mit niedrigeren Erlösen im Smartphone-Geschäft. Entsprechend werde der Wert der Sparte in den Büchern angepasst. Es sei der einzige Faktor für die höhere Verlustprognose im Geschäftsjahr.

Sony kämpft schon seit Jahren mit hohen Verlusten, die vor allem im Geschäft mit Fernsehgeräten entstanden. Konzernchef Kazuo Hirai sanierte den Elektronik-Bereich unter anderem mit Jobabbau. Zuletzt zeichnete sich aber auch das Smartphone-Geschäft als Problemfall ab. Unter anderem Weltmarktführer Samsung und aufstrebende chinesische Hersteller graben Sony das Wasser ab.

Sony streicht Stellen in Mobilfunksparte

Angesichts der schlechten Verkaufszahlen seiner Smartphones streicht Sony indessen auch 15 Prozent der Stellen in dieser Sparte. Unternehmenschef Kazuo Hirai sagte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz, betroffen seien rund 1.000 Beschäftigte.

Sony hatte am Morgen mit einer drastischen Gewinnwarnung geschockt. Statt mit 50 Mrd. Yen (361,06 Mio. Euro) Verlust rechnet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr mit 230 Mrd. Yen Verlust (1,66 Mrd. Euro). "Die Änderungen in der Mobilfunkwelt sind gewaltig", sagte Hirai. Er verwies insbesondere auf die Konkurrenz aus China.

Der Unternehmenschef kündigte zudem an, dass Sony erstmals seit dem Börsengang 1958 keine Dividende an seine Aktionäre zahlen werde. Sony war nach dem Zweiten Weltkrieg von Akio Morita gegründet worden. Seit einigen Jahren kriselt das Unternehmen. Hirai hat bereits einen umfassenden Umbau eingeleitet. (APA, 17.9.2014)

  • Das aktuelle Geschäftsjahr läuft für Sony nicht glamourös.
    foto: ap/loos

    Das aktuelle Geschäftsjahr läuft für Sony nicht glamourös.

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