Opferzahl nach Einsturz von Kirchengebäude in Lagos stark gestiegen

17. September 2014, 06:46
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Auch 67 Südafrikaner unter Opfern von Unglück in Nigeria

Lagos - Die Opferzahl beim Einsturz eines Kirchengebäudes in der nigerianischen Küstenmetropole Lagos ist deutlich gestiegen. Südafrikas Präsident Jacob Zuma teilte am Dienstag mit, allein 67 Südafrikaner seien unter den Opfern des Unglücks vom Freitag. Dutzende weitere seien verletzt worden.

Die nigerianischen Behörden hatten zuvor mitgeteilt, die Opferzahl sei von 40 auf 62 gestiegen. Es wurde jedoch befürchtet, dass noch mehr Menschen unter den Trümmern des Gasthauses einer beliebten Megakirche begraben liegen.

In dem Gebäude waren einheimische und ausländische Gäste der Synagogue Church of All Nations (Scoan) des populären Fernsehpredigers T.B. Joshua untergebracht. Nach Angaben von Rettungskräften war das Gebäude wohl durch den Bau zusätzlicher Stockwerke überlastet.

Einflussreicher Prediger

Die Behörden warfen Joshua vor, das Ausmaß des Unglücks vertuscht zu haben. Der ebenso beliebte wie umstrittene Prediger schrieb am Dienstag im Internetdienst Twitter: "Harte Zeiten prüfen mich, aber zerstören mich nicht."

Joshua, der nach eigenen Angaben wiederholt Wunder verübt hat, zählt eine Reihe von Regierungschefs und Präsidenten zu seinen Anhängern, was ihm erheblichen politischen Einfluss verleiht. Südafrikas Präsident Zuma erklärte am Dienstag, in der jüngeren Geschichte des Landes seien niemals so viele Bürger auf einmal bei einem Unglück im Ausland ums Leben gekommen. "Die ganze Nation teilt den Schmerz der Mütter, Väter, Töchter und Söhne, die ihre Geliebten verloren haben", erklärte Zuma. (APA, 17.9.2014)

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