Weltbank zahlt 105 Millionen Dollar für Ebola-Region

16. September 2014, 19:59
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Hälfte des Geldes fließt nach Liberia

Freetown/Conakry/Lagos - Die Weltbank hat eine Hilfszahlung von 105 Millionen Dollar (77 Millionen Euro) für die von der Ebola-Epidemie betroffenen Staaten Westafrikas beschlossen. Die Hälfte des Geldes soll Liberia erhalten, wo bisher die meisten Infektionen verzeichnet wurden, wie die Weltbank am Dienstag mitteilte.

Sierra Leone bekommt demnach 28 Millionen Dollar, Guinea 25 Millionen Dollar. Das Geld wird den Gesundheitsbehörden der drei Länder zur Verfügung gestellt sowie für zusätzliches medizinisches Fachpersonal und Nahrungsmittelhilfen für die Quarantänegebiete.

2.460 Tote

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich inzwischen knapp 5.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, mehr als 2.460 Menschen überlebten die Infektion nicht. Die Vereinten Nationen forderten am Dienstag von der internationalen Gemeinschaft eine Milliarde Dollar (774,53 Mio. Euro) für den Kampf gegen Ebola - und damit doppelt so viel, wie sie noch Ende August für ihr Maßnahmenpaket veranschlagt hatten.

In den von der Epidemie betroffenen Regionen Westafrikas leben nach UN-Schätzungen 22,3 Millionen Menschen. Mit der schlimmsten Ebola-Krise aller Zeiten wird sich am Donnerstag auch der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung beschäftigen. US-Präsident Barack Obama will den Kampf gegen die Epidemie mit der Entsendung von 3.000 Militärangehörigen unterstützen. Seine Pläne wollte er am noch Dienstag in Atlanta (22.00 Uhr MESZ) vorstellen. (APA, 16.9.2014)

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