Epilepsie- und Parkinson-Forschung in Brünn

22. September 2014, 15:24
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Brünn (Brno) - Im tschechischen Brünn wurden am Wochenende zwei Pavillons des Ceitec-Projekts eröffnet - einem Forschungszentrum der vier Brünner Universitäten. Kernstück dieser Investitionen im Central European Institute of Technology Masaryk University ist ein fünf Millionen Euro teures Mikroskop zur Erforschung von Zellstrukturen.

Zweite Innovation ist ein spezielles EEG-System, das die Gehirnforschung vorantreiben soll - vor allem bei Krankheiten wie Epilepsie, Alzheimer und Parkinson. Dabei gehe es, sagte Forschungsleiter Ivan Rektor, nicht um die Erforschung der Ursachen dieser Krankheiten, sondern um die Detailbeschreibungen der Mechanismen, die zum Ausbruch führen.

Das Brünner Zentrum hat mittlerweile nicht nur apparative Relevanz. Die Forschungsgruppen sind international organisiert. Vanesa Beatriz Tognetti zum Beispiel, eine argentinische Forscherin, ergründet, warum es Pflanzen gelingt, sich extremen Bedingungen anzupassen. Der Italiener Vincenzo Micale wiederum befasst sich mit Schizophrenie, z. B. der Frage, warum sich bei Kindern durch Traumata der Mutter in der Schwangerschaft diese Krankheit eher entwickelt. (sp, DER STANDARD, 17.9.2014)

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