Google: Starker Anstieg bei Behördenanfragen nach Nutzerdaten

16. September 2014, 08:10
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Zahl der Anfragen von staatlichen Stellen haben sich seit 2009 weltweit um 150 Prozent erhöht

Google wird eigenen Angaben zufolge immer häufiger von Behörden weltweit zur Freigabe von Nutzer-Informationen aufgefordert. Entsprechende Anfragen im Rahmen von Strafverfolgung seien im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zu den letzten sechs Monaten des Vorjahres um 15 Prozent gestiegen, teilte der Internet-Konzern am Montag mit.

Starke Zunahme

Staatliche Stellen in den USA hätten dabei um fast ein Fünftel häufiger Auskunft verlangt. Seit 2009 hätten sich die Anfragen in den USA sogar um 250 Prozent erhöht, während sie international um 150 Prozent zugenommen hätten. Aus Österreich gab es erstmals im Zeitraum Juli bis Dezember 2013 staatliche Anfragen an Google. Im ersten Halbjahr 2014 hat sich deren Zahl noch mal deutlich erhöht. Insgesamt 47 solcher Anfragen wurden von den österreichischen Behörden gestellt, von denen 58 Accounts betroffen waren.

Kritik

Wie Google veröffentlichen auch Rivalen wie Facebook und Microsoft Angaben über Anträge von Regierungsstellen für die Herausgabe von Kundeninformationen. Die Praxis der Behörden ist international in die Kritik geraten, nachdem der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden im vergangenen Jahr amerikanische Ausspähprogramme enthüllt hatte. (APA/red, 16.9.2014)

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