Fast jeder zweite australische Seevogel hat Plastik im Magen

20. September 2014, 18:02
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Forscher warnen vor wachsender Gefahr für das maritime Ökosystem

Sydney - Vor Australiens Küsten schwimmende Abfälle wachsen sich zu einer immer größeren Bedrohung für das Ökosystem aus. Bei einer groß angelegten Untersuchung wurden in beinahe jedem jedem zweiten Seevogel Plastikteile gefunden, wie die Forschungsorganisation Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation CSIRO mitteilte.

Die Forscher warnen davor, dass bei weiterhin steigender Kunststoffproduktion bis zum Jahr 2050 sogar 95 Prozent der in der Region lebenden Tiere akut betroffen sein könnten. Die Wissenschafter hatten die tausende Kilometer langen Küsten des Landes in Intervallen von jeweils etwa hundert Kilometern stichprobenartig untersucht.

Die schwimmenden Müllhalden seien eine Gefahr für Korallenriffe, schadeten der Tierwelt und dem Tourismus und könnten zu Hindernissen für kleinere Schiffe und Boote werden, warnten die Forscher.

Laut der Forschungsorganisation, die die weltweit größte Datensammlung zu maritimen Müll pflegt, ist die Verschmutzung der australischen Küste in der Tasmanischen See zwischen dem australischen Kontinent und Neuseeland am schlimmsten. (APA/red, derStandard.at, 20. 9. 2014)

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