IAEO und Westen wollen vom Iran "rasche Taten"

15. September 2014, 16:17
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Gouverneursrat beeinflusst maßgeblich Atomgespräche am 18. und 19. September in New York

Wien - Kurz vor einer Pressekonferenz des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Yukiya Amano, in Wien hat ein westlicher Diplomat vom Iran "rasche Taten und mehr Transparenz hinsichtlich seiner Nuklearaktivitäten" gefordert. Er verlangte im APA-Gespräch "unverzüglich vertrauensbildende Maßnahmen".

Teheran wird vorgeworfen, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die iranische Führung bestreitet dies. Seit der Wahl des iranischen Präsident Hassan Rohani vor 13 Monaten hat der Iran wesentlich enger und besser mit der IAEO zusammengearbeitet. Von fünf im August gemeinsam besprochenen Kooperationspunkten hat der Iran bisher aber lediglich drei erfüllt. Zwei weitere Streitpunkte mit der IAEO seien trotz wiederholter Anfrage der Behörde von Teheran nicht ausreichend beantwortet worden.

Deadline

Die nächste politische Runde zwischen den fünf UNO-Vetomächten plus Deutschland (5+1-Gruppe) mit dem Iran findet ab 18. September in New York statt. Der IAEO-Iran-Bericht wird die politischen Verhandlungen laut informierten Kreisen maßgeblich beeinflussen. Im elf Jahre andauernden Konflikt rund um die iranische Urananreicherung gibt es eine Deadline bis 24. November, um ein endgültiges Abkommen zu erzielen.

Darin soll sich der Iran verpflichten, transparente Garantien abzuliefern, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient. Im Gegenzug will der Westen die schmerzhaften Wirtschaftssanktionen gegen den Iran schrittweise suspendieren. (APA, 15.9.2014)

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