Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

25. September 2014, 12:48
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag mehrheitlich im Plus geschlossen. Während der Nikkei in Tokio auf ein Sieben-Jahres-Hoch kletterte, verlor der chinesische Leitindex an Terrain. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg 206,69 Zähler oder 1,28 Prozent auf 16.374,14 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 153,48 Zähler (plus 0,64 Prozent) auf 23.768,13 Einheiten.

Der Shanghai Composite trat mit 1,53 Punkte oder plus 0,07 Prozent auf 2.345,10 Punkte auf der Stelle. Die Märkte in Singapur und Sydney schlossen fester. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.290,99 Zählern mit einem Plus von 1,82 Punkten oder 0,06 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 6,5 Zähler oder 0,12 Prozent auf 5.382,40 Einheiten.

Konjunkturseitig bleibt Asien das Zugpferd der Weltwirtschaft, berichtete die Asiatische Entwicklungsbank (ADB). Keine Region wachse so rasant, und dass obwohl die westlichen Industrieländer schwächeln und damit auch die Nachfrage in Asien drücken. Asien dürfte wie erwartet in diesem Jahr bei der Wirtschaftsleistung um 6,2 und im nächsten Jahr um 6,4 Prozent zulegen, meint die Bank. Das Wirtschaftsgebiet umfasst 45 Länder mit 2,6 Mrd. Einwohnern, aber nicht Japan. Wichtig für die künftige Entwicklung sei es, dass die drei größten Volkswirtschaften der Region, China, Indien und Indonesien, Strukturreformen vorantreiben

Unterdessen erwägt die Führung in China nach einem Pressebericht die Absetzung des langjährigen Zentralbankchefs Zhou Xiaochuan. Eine Entlassung des 66-Jährigen dürfte mit seinem Alter begründet werden, doch steckten dahinter Differenzen über den finanzpolitischen Kurs der zweitgrößten Volkswirtschaft, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf Parteivertreter. Medienberichten zufolge könnte der Gouverneur der Provinz Shandong, Guo Shuqing als nachfolge in Frage kommen. Auch der Vize-Governeur der People's Bank of China Yi Gang wäre denkbar, hieß es weiter.

Zudem gab die französische Bank BNP Paribas in eine Studie heraus, dass nicht davon auszugehen ist, dass die chinesische Regierung die Konjunktur stärker ankurbeln wird. Das sei ein Grund für die Börsenschwäche an diesem Tag gewesen, hieß es am Markt.

In Japan hat die verbilligte Währung die Anleger zur Kauflaune beflügelt. Ein Dollar kostete zuletzt 109,17 Yen. Dies kommt vor allem Unternehmen mit Exportschwerpunkt zugute, weil sich mit einem billigeren Yen ihre im Ausland erzielten Gewinne stärker in den Büchern niederschlagen.

Unter den Einzelwerten standen vor allem Aktien von Energieerzeugern im Blick. Die Papiere von Asiens größtem Kohleförderer, China Shenhua Energy Co., gaben um 1,6 Prozent nach. Das "China Securities Journal" berichtete, dass die Regierung den Bau von vier Atomkraftwerken genehmigen werde. Die Titel des Zulieferers Shanghai Electric Group Co. hingegen sprangen in Shanghai bis zum erlaubten Tageslimit von 10 Prozent nach oben.

Die japanische Einzelhandelbranche musste Verluste hinnehmen. Die Titel von Daiei stürzten 10,56 Prozent ab. Der Branchenrivale Aeon willigte ein, die restlichen Aktien von Daiei für 27,8Mrd. Yen zu erwerben. Die Titel von Aeon stiegen 2,25 Prozent.

In Australien sackte die Rohstoffbranche ab. Die Titel von Iron Road stürzten 15 Prozent ab. Auch die Papiere von Coal of Africa verloren satte 16,67 Prozent und die von Silver Lake Resources sanken 4,65 Prozent. Die Titel von Tap Oil verbuchten einen Verlust von 3,17 Prozent. (APA, 25.9.2014)

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