Europas Leitbörsen schließen einheitlich im Plus

3. Oktober 2014, 18:19
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Einkaufsmanagerindizes geben kaum Impulse - US-Arbeitsmarktbericht besser als erwartet

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 26,95 Einheiten oder 0,87 Prozent auf 3.133,37 Zähler.

Für nur wenig Bewegung sorgten die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone. Nach Zahlen des Forschungsinstituts Markit fiel die Unternehmensstimmung im September noch schlechter aus als ursprünglich gedacht. Im Monatsvergleich sank der Einkaufsmanagerindex um 0,5 Punkte auf 52,0 Zähler. In einer ersten Schätzung war noch ein Wert von 52,3 Punkten ermittelt worden.

Am Nachmittag richteten sich die Blicke schließlich auf die USA, wo der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für September veröffentlicht wurde. Im September schufen die Firmen 248.000 neue Jobs und damit deutlich mehr als die von Ökonomen erwarteten 215.000 Stellen.

Außerdem sank die getrennt erhobene US-Arbeitslosenquote auf 5,9 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Juli 2008. Sie ist damit noch nicht im Zielbereich der von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angestrebten Vollbeschäftigung, die bei Werten nahe der Fünf-Prozent-Marke als erreicht gilt. Am Markt wird daher erst für Mitte nächsten Jahres mit einer Zinserhöhung gerechnet. Der Euro-Stoxx-50 zeigte sich von den Nachrichten relativ unbeeindruckt.

Branchenseitig waren zu Handelsschluss vor allem Bank- und Technologiewerte gesucht. An der Spitze des Euro-Stoxx-50 standen Airbus mit plus 3,57 Prozent sowie ASML mit plus 3,03 Prozent.

Titel von UBS verloren 0,86 Prozent. Die Großbank muss in Frankreich einem Pressebericht zufolge eine sehr hohe Geldstrafe bezahlen. Wie die Westschweizer Tageszeitung "Le Temps" berichtet, droht der größten Schweizer Bank in Frankreich eine Strafe von bis zu fünf Milliarden Euro im Falle einer Verurteilung wegen Geldwäscherei und Steuerbetrug.

Iliad schlossen in Paris mit minus 1,86 Prozent. Der französische Internet- und Telefonkonzern will Kreisen zufolge sein Angebot für die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom erweitern. Das Unternehmen um den Milliardär Xavier Niel wolle nun ein Gebot für einen größeren Teil von T-Mobile vorlegen, berichtete Bloomberg am Donnerstagabend.

Novartis in Zürich schlossen mit einem moderaten Plus von 0,28 Prozent. Der Schweizer Pharmakonzern darf sein Geschäft mit Tierarzneimitteln an den US-Konzern Eli Lilly verkaufen. Die EU-Kommission sieht keinen Anlass für wettbewerbsrechtliche Bedenken. Auch nach dem Zusammenschluss werde es starke Wettbewerber auf dem Markt geben. Novartis hatte im April den Verkauf angekündigt und dafür von den Amerikanern rund 5,4 Milliarden Dollar erhalten. (APA, 3.10.2014)

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