UNO-Soldat bei Explosion von Mine in Mali getötet

15. September 2014, 07:37
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Vier weitere Blauhelmsoldaten verletzt

Bamako/New York - Im Norden von Mali ist am Sonntag ein UNO-Blauhelmsoldat bei der Explosion einer Landmine getötet worden. Vier weitere UNO-Soldaten wurden verletzt, wie die Vereinten Nationen und Militärbeamte in der Region mitteilten. Der Vorfall ereignete sich demnach in der nordöstlichen Region Aguelhoc nahe der Grenze zu Algerien.

Malische Militärbeamte in der nördlichen Stadt Gao warfen in der Region aktiven Jihadisten vor, Landminen als Kampftaktik gegen die UNO-Friedenstruppe Minusma einzusetzen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Angriff. Ein Sprecher Bans erklärte, derartige Anschläge hielten die UNO nicht davon ab, das malische Volk auch künftig in ihrem Bestreben nach Frieden zu unterstützen. Erst am 2. September waren im Nordosten Malis bei der Explosion eines Sprengsatzes vier UNO-Soldaten getötet worden.

Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Islamisten und Tuareg-Rebellen nutzten das dadurch entstandene Machtvakuum, um den Norden des Landes in ihre Gewalt zu bringen. Später übernahmen die Islamisten die alleinige Kontrolle. Als sie versuchten, nach Süden vorzudringen, griff Frankreich jedoch ein und vertrieb die Islamisten aus den wichtigsten Städten. Später übergab Frankreich die Verantwortung für die Sicherheit an die Malier und die UNO-Truppen. (APA, 15.9.2014)

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