Röck holt Bronze, Schubert verpasst Medaille knapp

Video14. September 2014, 20:09
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Tirolerin erlöst ÖWK - Titelverteidiger musste sich knapp geschlagen geben

Nach den für Österreich medaillenlosen Wettbewerben bei der Boulder-WM Ende August in München und dem Speed-Bewerb bei der WM in Gijon holte Magdalena Röck im Vorstieg doch noch die ersehnte Medaille für den ÖWK. Die 20-jährige Tirolerin gewann Bronze. Titelverteidiger Jakob Schubert (5.) scheiterte bei den Männern knapp. Die Titel gingen auf zwei sehr selektiven Routen in einem spannenden Finale an die absolute Favoritin Jain Kim aus Südkorea und Adam Ondra.

Für den Tschechen bedeutet die Goldmedaille einen historischen Erfolg. Er hält damit als erster Kletterer gleichzeitig die Titel im Bouldern und Vorstieg. "Ich denke, ich brauche noch ein paar Tage um das zu realisieren", sagte der 21-jährige.

Die 26-jährige Kim erreichte mit dem einzigen Top des Tages ihrerseits einen überfälligen, oft nur knapp verpassten und dementsprechend emotionalen Erfolg. Nach drei Silbermedaillen kletterte sie diesmal in allen vier Durchgängen den gesamten Kurs ab.

Röck nur knapp an Silber vorbei

Röcks Medaille schien schon dahin, als die Slowenin Mina Markovic gleich hoch wie die Semifinal-Fünfte kletterte. Die Leistungen in den Vorrunden sorgten für einen entscheidenden Nachteil für die ÖWK-Athletin und gaben schlussendlich den Ausschlag über Silber und Bronze. Mit Anak Verhoeven (BEL) fiel nämlich eine bis dahin in allen Runden makellose Mitfavoritin unerwartet früh von der Wand. "Die Finalroute war mit Abstand die lässigste Route der ganzen WM. Ich glaube, es wäre noch mehr drin gewesen aber Jain war definitiv unschlagbar", zeigte sich Röck zufrieden.

Ex-Weltmeister Schubert wirkte von Beginn weg nicht ganz komfortabel auf dem schwierigen Kurs. Trotz seines langsamen Vorankommens kämpfte sich der Weltcup-Führende aber bis knapp an die Marke des Bronzemedaillengewinners Sachi Amma heran. Am Ende fehlten allerdings die Kräfte für zwei weitere Griffe, um dem Japaner die Medaille abzuluchsen. "Ich habe das Maximale rausgeholt. In dieser Route war nicht mehr drin. Es war nicht ganz mein Stil", resümierte Schubert. Silber ging an den spanischen Lokalmatador Ramon Julian Puigblaque, dem im ganzen Bewerb nur ein Griff nicht gelang, der schlussendlich auf Gold fehlte. (tsc, derStandard.at, 14.9.2014)

Das Finale zum Nachsehen

international federation of sport climbing

Endstand:

Frauen:

1. Jain Kim (KOR) Top

2. Mina Markovic (SLO) 47+*

3. Magdalena Röck (AUT) 47+

Männer:

1. Adam Ondra (CZE) 45+

2. Ramon Julian Puigblanque (ESP) 45

3. Sachi Amma (JPN) 42+*

4. Domen Skofic (SLO) 42+

5. Jakob Schubert (AUT) 40+

*Der Countback entschied bei der Platzierung zugunsten des Athleten/der Athletin

  • Magdalena Röck (20) wiederholte ihre Bronzemedaille von 2011 auch in Gijon
    foto: öwk/elias holzknecht

    Magdalena Röck (20) wiederholte ihre Bronzemedaille von 2011 auch in Gijon

  • Jakob Schubert und der Finalkurs wurden keine engen Freunde. Die versuchte Titelverteidigung endete auf Platz 5.
    foto: öwk/elias holzknecht

    Jakob Schubert und der Finalkurs wurden keine engen Freunde. Die versuchte Titelverteidigung endete auf Platz 5.

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