Federer führt Schweiz ins Finale, Spanien steigt ab

14. September 2014, 18:54
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Schweiz zum zweiten Mal nach 1992 im Endspiel - Federer, Wawrinka wollen ersten Titel

Die Schweiz und Frankreich bestreiten das Finale im Davis Cup. Mit Rekord-Grand-Slam-Champion Roger Federer und Australian-Open-Gewinner Stan Wawrinka erreichten die Eidgenossen erstmals seit 22 Jahren wieder das Finale des bedeutendsten Mannschafts-Wettbewerbs im Tennis. Der 33-jährige Federer holte am Sonntag in Genf mit einem 6:2,6:3,7:6(4) über Fabio Fognini den entscheidenden dritten Punkt.

Vom 21. bis 23. November ist Frankreich mit seinen Weltklassespielern Richard Gasquet, Jo-Wilfried Tsonga und Gael Monfils in Lille Gastgeber, wenn die beiden Teams um die begehrte Trophäe kämpfen. Der Halbfinal-Erfolg der Franzosen über die Titelverteidiger Tschechien stand schon nach dem Doppel am Samstag fest. Gasquet und Tsonga machten nach einem Satzrückstand mit 6:7(4),6:4,7:6(5),6:1 gegen Radek Stepanek/Tomas Berdych alles klar.

Mit Sprüngen über den Platz feierte Federer am Sonntag vor 18.400 Zuschauern den Finaleinzug. Jahrelang hatte er den Wettbewerb vermieden und mehr Wert auf seine Einzelkarriere gelegt. Mit Fognini hatte der Weltranglisten-Dritte nur im dritten Satz Probleme, als er beim Stand von 1:2 drei Breakbälle abwehren musste. Den Durchgang und das Match entschied der 17-fache Grand-Slam-Sieger nach knapp zwei Stunden im Tiebreak für sich. Bisher standen die Eidgenossen nur 1992 im Finale, damals verloren sie gegen die USA.

Kämpfer-Sieg von Federer

"Es ist wirklich schön, den Sieg mit meinen Teamkollegen zu teilen", freute sich Federer. "Ich habe heute einige Schwierigkeiten gehabt. Wir haben heute beide nicht unsere beste Performance gezeigt, aber man muss damit kämpfen, was man hat und am Ende bin ich froh, dass ich besser war." Federer hatte auch am Freitag seinen erwarteten Einzelpunkt beigesteuert, auf einen Doppel-Einsatz aber verzichtet.

Die Franzosen holten zuletzt vor 13 Jahren den Titel. Im Halbfinale in Paris beendeten sie die Siegesserie der Tschechen, die 2012 und 2013 im Davis Cup triumphierten. "Wir sind sehr stolz und glücklich und es ist großartig, gegen Tschechien zu gewinnen, weil sie ein sehr schwieriges Team im Davis Cup sind", sagte der Weltranglisten-21. Gasquet. "Für uns ist es eine große Ehre." Frankreich strebt Ende November seinen schon zehnten Titel an.

Die USA hat sich auch für 2015 die Zugehörigkeit in der Weltgruppe gesichert. Bob Bryan und Mike Bryan gewannen im Doppel gegen die Slowaken Norbert Gombos/Lukas Lacko locker mit 6:1,6:2,6:1 und holten den entscheidenden dritten Punkt. Die Slowakei hatte Anfang April zu Hause klar geschlagen und sich damit den Platz im Play-off gesichert. Nach einer Erstrunden-Niederlage gegen Großbritannien musste die USA ebenso in die Relegation wie Australien. Die Australier, die zum Auftakt gegen Finalist Frankreich unterlegen waren, schafften mit einem ungefährdeten Play-off-Sieg gegen Usbekistan ebenfalls den Klassenerhalt. (APA, 14.9.2014)

Weltgruppe - Halbfinale:

Schweiz - Italien 3:2 Roger Federer - Simone Bolelli 7:6(5),6:4,6:4 Stanislas Wawrinka - Fabio Fognini 6:2,6:3,6:2 Marco Chiudinelli/Wawrinka - Bolelli/Fognini 5:7,6:3,7:5,3:6,2:6 Federer - Fognini 6:2,6:3,7:6(4) Michael Lammer - Andreas Seppi 4:6,6:1,4:6

Frankreich - Tschechien (TV) Endstand 4:1 Richard Gasquet - Tomas Berdych 6:3,6:2,6:3 Jo-Wilfried Tsonga - Lukas Rosol 6:2,6:2,6:3 Tsonga/Gasquet - Radek Stepanek/Berdych 6:7(4),6:4,7:6(5),6:1 Julien Benneteau - Jiri Vesely 4:6,3:6 Gael Monfils - Rosol 5:7,6:4,7:5

Weltgruppen-Play-off:

Ukraine - Belgien 2:3 Sergij Stachowskij - Steve Darcis 6:7(5),6:4,6:2,6:2 Illja Martschenko - David Goffin 6:7(1),3:6,1:6 Stachowskij/Sergej Bubka - Ruben Bemelmans/Olivier Rochus 2:6,3:6,6:2,6:3,2:6 Stachowskij - Goffin 3:6,1:6,2:6 Martschenko - Darcis 7:6(2),6:4

Indien - Serbien 2:2 Yuki Bhambri - Dusan Lajovic 3:6,2:6,5:7 Somdev Devvarman - Filip Krajinovic 1:6,6:4,3:6,2:6 Leander Paes/Rohan Bopanna - Illija Bozoljac/Nenad Zimonjic 1:6,6:7(4),6:3,6:3,8:6 Devvarman - Lajovic 1:6,6:4,4:6,6:3,6:2

Niederlande - Kroatien 2:3 Igor Sijsling - Mate Delic 6:4,4:6,5:7,2:6 Robin Haase - Borna Coric 7:6(4),6:1,6:4 Haase/Jean-Julien Rojer - Marin Cilic/Marin Draganja 2:6,6:3,3:6,4:6 Haase - Delic 3:6,4:6,6:4,6:1,6:4 Thiemo De Bakker - Cilic 7:6(4),4:6,2:6,5:7

Kanada - Kolumbien 3:1 Vasek Pospisil - Santiago Giraldo 6:3,7:6(2),6:3 Milos Raonic - Alejandro Gonzalez 6:3,6:3,6:2 Daniel Nestor/Pospisil - Juan-Sebastian Cabal/Robert Farah 6:7(4),6:7(7),4:6 Milos Raonic - Santiago Giraldo 6:1,7:6(2),7:5

Australien - Usbekistan 5:0 Nick Kyrgios - Denis Istomin 6:4,7:5,6:4 Lleyton Hewitt - Farrukh Dustow 6:4,6:4,6:2 Chris Guccione/Hewitt - Dustow/Istomin 6:3,7:6(5),6:2 Samuel Groth - Temur Ismailow 6:3,6:2 Kyrgios - Sanjar Faizjew 6:1,6:1

Brasilien - Spanien 3:1 Rogerio Dutra Silva - Roberto Bautista 0:6,1:6,3:6 Thomaz Bellucci - Pablo Andujar (ESP) 3:6,6:7(6),6:4,7:5,6:3 Marcelo Melo/Bruno Soares - Marc Lopez/David Marrero 6:3,7:5,7:5 Bellucci - Bautista 6:4,3:6,6:3,6:2

USA - Slowakei 5:0 John Isner - Norbert Gombos 7:6(5),6:4,6:2 Sam Querrey - Martin Klizan 7:6(6)6:3,6:3 Bob und Mike Bryan - Gombos/Lukas Lacko 6:1,6:2,6:1 Isner - Lacko 6:3,6:0 Querrey - Gombos 6:4,4:6,6:4

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