Hochwasserlage in der Steiermark beruhigt

14. September 2014, 16:58
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Tausende Hektar von Getreide- und Gemüsekulturen unter Wasser

Graz/Feldbach - Die Wetter- und Hochwassersituation in der Steiermark hat laut Landesfeuerwehrverband am Sonntag beruhigt. Das gesamte Schadensausmaß könne noch nicht abgeschätzt werden, Tausende Hektar von Getreide- und Gemüsekulturen stünden unter Wasser, hieß es am Sonntagnachmittag vonseiten des für Hochwasserschutz zuständigen Agrarlandesrates Johann Seitinger (ÖVP). Nun sei schnelle Hilfe notwendig.

Er sei, "bestürzt zu sehen, welche großen Schäden durch die riesigen Regenmassen angerichtet wurden". Aufgabe der Landesregierung sei es nun "den Betroffenen schnellstmögliche Hilfe zukommen zu lassen". Fest stehe, dass durch die Überflutungen die Bauern wieder stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Erntemaschinen könnten zur Rettung der Ernte auf den durchnässten Böden gar nicht eingesetzt werden. Davon seien auch die Obst- und Weinbauern betroffen. In der Steiermark seien in den vergangenen zehn Jahren rund 400 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert worden. Dies habe mit Sicherheit dazu beigetragen, noch größeres Unheil zu verhindern, so Seitinger. Erst vor zwei Wochen sei mit der TU Graz ein neues Hochwasser-Risikomanagementprogramm präsentiert worden.

Am Samstagabend hatte eine weitere Regenfront in der Steiermark für Überschwemmungen und teils auch Hangrutschungen gesorgt. Die starken Unwetter und die damit verbundenen großen Niederschlagsmengen der letzten Tage haben vor allem in der Südsteiermark zu großen Schäden in der Landwirtschaft geführt. Laut Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband hat sich die Situation bis Sonntagmittag beruhigt. "Nach 12.14 Uhr sind keine neuen Alarme mehr hinzugekommen", so Meier. Zurzeit seien noch geschätzte 300 bis 400 Feuerwehrleute im Einsatz. (APA, 14.9.2014)

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