Zoo in Gaza: Mehr als 80 Tiere gestorben

14. September 2014, 16:15
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Luftangriffe trafen auch Tierpark - Vier Pfoten kümmert sich um Tiere

Wien/Gaza - Nach dem Waffenstillstand im Gaza-Konflikt kümmern sich nun Vier-Pfoten-Mitarbeiter um die Tiere eines Zoos in Nord-Gaza. Das teilte die Tierschutzorganisation in Österreich am Sonntag per Aussendung mit. Der Tiergarten sei bei Luftangriffen schwerbeschädigt worden, mehr als 80 Tiere starben, hieß es. Einem Nothilfe-Team gelang es mit lokalen Helfern, Medikamente und Futter in den Zoo zu bringen.

Gehege liegen in Schutt und Asche

Nun sollen die Wasserleitungen an Ort und Stelle repariert, auch Kühlschränke wurden organisiert. Der Leiter des Zoos, Shady Hamad, zeigte sich laut Vier Pfoten sehr betroffen: "Fast alle Gehege liegen in Schutt und Asche, auf dem Areal befinden sich auch die Kadaver mehrerer toter Tiere - die wenigen Überlebenden, darunter auch drei Löwen, sind traumatisiert, sehr krank und schwach." Das Löwengehege wurde ebenfalls beschädigt.

Löwen sollen weggebracht werden

"Wir haben die Aktion von Kairo aus geplant und eng mit ägyptischen Behörden und lokalen NGOs zusammen gearbeitet. Die Sicherheit des Teams hatte oberste Priorität. Mit einem Militärkonvoi konnten wir schließlich den Gazastreifen sicher erreichen", schilderte Teamleiter Amir Khalil die Ausgangslage. Ob der Zoo überhaupt weitergeführt werden kann ist unklar. "Wir prüfen nun, ob die Löwen an einen sicheren Platz außerhalb von Gaza gebracht werden können, das wird sich in den nächsten Tagen klären", erläuterte Khalil. (APA, 14.9.2014)

  • Die Tiere, die den Angriff überlebt haben, sind traumatisiert.
    foto: mihai vasile / four paws

    Die Tiere, die den Angriff überlebt haben, sind traumatisiert.

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