Schutz für Haie und Riesenmantas in Kraft getreten

14. September 2014, 16:10
1 Posting

Handel mit sieben Spezies stark eingeschränkt, obwohl sie hohe kommerzielle Bedeutung hätten

Genf - Sieben bedrohte Knorpelfischarten sehen einer etwas hoffnungsvolleren Zukunft entgegen: Diesen Sonntag ist eine Vereinbarung in Kraft getreten, die vor 18 Monaten bei der Artenschutzkonferenz in Bangkok von Naturschützern als "historisch" gefeiert wurde. Für den Handel mit diesen Tieren gelten nun strenge Auflagen, teilte das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) mit.

In den vergangenen eineinhalb Jahren seien weltweit in Zusammenarbeit mit der Fischerei-Industrie in bisher beispielloser Weise die nötigen Schritte zur Umsetzung unternommen worden, sagte CITES-Generalsekretär John E. Scanlon in Genf. Es sei das erste Mal, dass Haiarten von hoher kommerzieller Bedeutung unter Schutz gestellt würden. Der internationale Handel mit diesen Spezies ist künftig nur noch erlaubt, wenn er die Bestände nicht gefährdet. Strenge nationale wie internationale Kontrollen sollen das Einhalten der Auflagen garantieren.

Die geschützten Spezies

Unter den CITES-Schutz kommen der weltweit in Äquatornähe vorkommende Weißspitzen-Hochseehai, drei Arten aus der Familie der Hammerhaie und der vor allem im Nordatlantik, aber auch im Mittelmeer beheimatete Heringshai. Von den mit den Haien verwandten Rochen werden der bekannte Riesenmanta und sein etwas kleinerer Vetter, der Riffmanta, geschützt.

Rund 100 Millionen Haie pro Jahr werden kommerziell gefischt. Die jetzt gelisteten Arten machen sechs Prozent davon aus. Die Bestände der Haie sind in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Meeresräumen um bis zu 90 Prozent zurückgegangen - es war also hoch an der Zeit für strengere Schutzmaßnahmen. (APA/red, derStandard.at, 14. 9. 2014)


Link
CITES

Share if you care.