"Unqualifizierte Statements": Verein für Antipiraterie gewinnt Wolfgang-Lorenz-Gedenkpreis

14. September 2014, 12:42
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Publikumspreis geht an türkischen Präsidenten Erdogan für Twitter- und Youtube-Blockade

Mit wutentbrannten Äußerungen gegen das Internet sorgte einst der ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz für Schlagzeilen – und machte sich damit zum ersten Träger eines nach ihm benannten Preises. Der "Wolfgang-Lorenz-Gedenkpreis für internetfreie Minuten", vulgo "WOLO Award", wird seither jährlich vergeben.

VAP gewinnt WOLO-Award 2014

Heuer wurde die negative Ehrung für "unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter" dem österreichischen Verein für Antipiraterie zuteil.

Begründet wird die Vergabe mit dem "Salonfähigmachen von Netzsperren", der VAP sei ein "maßgeblicher Treiber hinter Musterprozessen", die letztlich in die Etablierung einer "Zensurinfrastruktur" münden könnten. In dieser Hinsicht wurde auch der Musikverband IFPI für seine "Schützenhilfe" kritisiert.

Erdogan holt Publikumspreis

Den Publikumspreis holte sich der ehemalige türkische Premier, nunmehr Präsident, Recep Tayyip Erdogan. Er hatte infolge ziviler Proteste im und rund um den Istanbuler Gezi-Park das Internet für die Unruhen mitverantwortlich gemacht und Twitter sowie Youtube zeitweise sperren lassen. (red, derStandard.at, 14.09.2014)

  • Der VAP holt sich den WOLO-Award 2014.
    foto: monochrom.at

    Der VAP holt sich den WOLO-Award 2014.

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