Enttarnter CIA-Spion: Ermittler können Spionage-Laptop nicht knacken

14. September 2014, 08:29
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Deutsche Sicherheitsbehörden beißen sich an der technischen Ausrüstung die Zähne aus

Deutsche Sicherheitsbehörden beißen sich an der technischen Ausrüstung des im Juli enttarnten CIA-Spions Markus R. die Zähne aus. Dies berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. IT-Fachleuten ist es bislang nicht gelungen, den Laptop des Agenten zu entschlüsseln; das erklärte Generalbundesanwalt Harald Range vergangene Woche den Obleuten des NSA-Untersuchungsausschusses.

Laptop mit Wetter-App

Im Besitz des BND-Bediensteten R., der im Juli festgenommen worden war, befand sich ein unverschlüsselter USB-Stick mit 201 Dokumenten, die er an den US-Geheimdienst geliefert haben will. Zudem stellten die Ermittler einen Laptop sicher, auf dem eine Wetter-App installiert ist. In einer ersten Vernehmung gab R. an, sobald er über die App nach dem Wetter in New York frage, öffne sich ein Kommunikationskanal zu seinen Auftraggebern. Da der BND-Maulwurf seither schweigt, sind bislang alle Versuche gescheitert, das offenbar hochprofessionell verschlüsselte Gerät zu knacken.

Brisantes Material

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Spion Zugang zu brisanten Material gehabt haben. Darunter waren das Auftragsprofil des BND mit Informationen darüber, welche Länder beobachtet werden sollen. Auch gab der Spion Ergebnisprotokolle von Gesprächen führender BND-Vertreter mit Vertretern ausländischer Geheimdienste preis, Namen und Adressen von BND-Agenten oder Konzepte zur Gegenspionage.

Ungeklärt

Es ist daher ungeklärt, ob R. noch weitere Dokumente an ausländische Geheimdienste geliefert hat. Ebenso offen ist, ob der Spion wegen Landesverrats oder geheimdienstlicher Agententätigkeit belangt werden wird. (red, 14.9. 2014)

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Spiegel

  • Da der BND-Maulwurf seither schweigt, sind bislang alle Versuche gescheitert, das offenbar hochprofessionell verschlüsselte Gerät zu knacken.

    Da der BND-Maulwurf seither schweigt, sind bislang alle Versuche gescheitert, das offenbar hochprofessionell verschlüsselte Gerät zu knacken.

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