Frankreich an Tötung von Al-Shabaab-Anführer beteiligt

13. September 2014, 23:23
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Paris lieferte USA Geheimdienstinformationen

Paris/Mogadischu/Washington - Frankreich hat den USA Medienberichten zufolge bei der Tötung des Anführers der islamistische Al-Shabaab-Miliz in Somalia, Ahmed Abdi Godane, geholfen. Die französische Regierung habe den US-Luftangriff mit "Geheimdiensterkenntnissen und Koordinierung" unterstützt, berichtete das Wochenmagazin "Le Point" am Samstag.

Insbesondere für die "präzise Identifizierung" von Godanes Fahrzeug und der Straße, auf der er unterwegs gewesen sei, sei Frankreichs Geheimdienst verantwortlich gewesen. Der 37 Jahre alte Godane, der sich zu zahlreichen Terroranschlägen bekannt hatte, war Anfang des Monats bei einem lange vorbereiteten Luftangriff der USA auf eine Versammlung von Al-Shabaab-Anführern getötet worden. Er stand auf der US-Liste der meistgesuchten Terroristen. Paris sieht Godane hinter der Gefangennahme von zwei französischen Geheimdienstmitarbeitern in Somalia im Jahr 2009. Einer von ihnen, Denis Allex, wurde bei einer missglückten Befreiungsaktion im Jänner vergangenen Jahres getötet.

Die Al-Shabaab-Miliz führt seit 2006 in Somalia einen blutigen Kampf gegen die Regierung und kontrolliert noch Gebiete im Süden und in der Mitte des Landes. Somalische Soldaten und Truppen der Afrikanischen Union starteten kürzlich eine neue Offensive gegen die Extremisten. Die Al-Shabaab-Miliz verübte auch in ostafrikanischen Nachbarstaaten eine Reihe von Anschlägen. (APA, 13.9.2014)

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