Österreichs Doppel vergibt ersten Matchball

13. September 2014, 19:56
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Überraschende Niederlage von Oswald/Peya - Entscheidung gegen Lettland erst am Sonntag - Rätseln über Gulbis-Einsatz

Valmiera - Die Entscheidung im Davis-Cup-Länderkampf der Europa-Afrika-Zone I (1. Play-off-Runde) zwischen Lettland und Österreich fällt erst am Sonntag. Philipp Oswald und Alexander Peya mussten sich am Samstag dem überraschend starken lettischen Duo Ernests Gulbis/Mikelis Libietis mit 5:7,6:7(3),4:6 geschlagen geben, womit die Gastgeber in Valmiera auf 1:2 verkürzten.

Am Sonntag (13.00 Uhr MESZ/live ORF Sport +) hat die Truppe von Kapitän Clemens Trimmel nun zwei weitere Chancen, den Klassenerhalt in der zweithöchsten Liga dieses Traditionsbewerbs zu sichern. Es wäre keine Überraschung, wenn Trimmels Pendant bei den Letten, Karlis Lejnieks, für das erste Einzel gegen Jürgen Melzer nun doch noch Gulbis nominiert. Der klar beste Spieler bei diesem Länderkampf ist aktuelle Nummer 13 der Welt und könnte anstelle von Andis Juska antreten.

Der Sieger der Begegnung spielt sicher in der Europa-Afrika-Zone I 2015, der Verlierer muss gegen den Verlierer der Begegnung Rumänien - Schweden vom 24. bis 26. Oktober gegen den Abstieg spielen.

Lettischer Nobody beeindruckt

Als Gulbis/Libietis mit einem neuerlichen Break gegen Peya in den dritten Satz starteten und das österreichische Doppel im sechsten Game vier Rebreakchancen ausließ, war die Partie gelaufen. Libietis servierte das Match aus. Der 22-jährige Nobody, der im US-Bundesstaat Tennessee erfolgreich College-Tennis spielt, bot eine nicht für möglich gehaltene Leistung.

"Sehr enttäuschend. Wir wollten das heute beenden, jetzt müssen wir noch einmal in den Sonntag rein. Wir müssen ihnen gratulieren. Gulbis war nicht breakbar und Libietis hat sich in seinem Schatten immer mehr gesteigert und in den engen Situationen gut aufgeschlagen", sagte Peya. "Wir müssen aber die Fehler bei uns suchen, wir haben unsere Chancen einfach nicht verwerten können und unnötige Breaks kassiert."

Oswald sah es ähnlich. "Es ist leider überhaupt nicht nach Wunsch verlaufen. Es gab in jedem Satz eine Schlüsselszene. Da waren unglückliche Punkte dabei, aber auch Punkte, die wir einfach machen müssen", sagte der Davis-Cup-Debütant.

Trimmel: Weiter Favorit

Für Trimmel ging "die Niederlage in Ordnung, sein Duo habe nicht den besten Tag erwischt, könne besser spielen. "Wir dürfen aber die Köpfe nicht hängen lassen, müssen das schnell abhaken und den Fokus auf morgen richten. Wir führen 2:1 und gehen als Favorit in den dritten Tag. Es gibt zwei Punkte zu vergeben und wir schauen, dass wir uns gleich den ersten holen."

Der Sieger der Begegnung zwischen Lettland und Österreich spielt sicher in der Europa-Afrika-Zone I 2015, der Verlierer muss gegen den Verlierer der Begegnung Rumänien - Schweden vom 24. bis 26. Oktober gegen den Abstieg spielen. (APA/red, 13.9.2014)

DAVIS CUP - Europa-Afrika-Zone I (1. Play-off-Runde):

Lettland - Österreich Zwischenstand: 1:2

Freitag:

Andis Juska - Martin Fischer 3:6,3:6,2:6

Janis Podzus - Jürgen Melzer 3:6,1:6,4:6

Samstag:

Ernests Gulbis/Mikelis Libietis - Philipp Oswald/Alexander Peya 7:5,7:6(3),6:4

Sonntag (13.00 Uhr MESZ/live ORF Sport +):

Juska - Melzer

Podzus - Fischer

  • Alexander Peya und Philipp Oswald hatten unerwartete Probleme mit Ernests Gulis und Mikelis Libietis
    foto: apa

    Alexander Peya und Philipp Oswald hatten unerwartete Probleme mit Ernests Gulis und Mikelis Libietis

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