Suche nach versunkener Riesenglocke blieb erfolglos

12. September 2014, 17:49
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Einmonatige Tauchaktion im Rangun-Fluss wurde abgebrochen

Rangun - Die Suche nach der sagenumwobenen Dhammazedi-Glocke in Myanmar ist am Freitag erfolglos zu Ende gegangen. Zehn Taucher konnten die angeblich aus dem 15. Jahrhundert stammende Riesenglocke aus Bronze, die im Rangun-Fluss versunken sein soll, nicht aufspüren. Laut einem der Taucher wurde nur ein gesunkenes Schiff entdeckt. Die Suchaktion hatte seit Anfang August angedauert und umgerechnet rund 187.000 Euro gekostet.

Seit Jahrhunderten soll die angeblich 270 Tonnen schwere Glocke nun schon im Wasser des Flusses unweit der Stadt Rangun liegen. Von 1987 bis 1998 gab es zahlreiche Bergungsversuche. Doch Schlamm, schlechte Sicht und starke Strömungen machten alle Bemühungen zunichte. Einwohner glauben, die Glocke werde von Geistern bewacht - der Sage nach ist ihr Läuten nur für sie gedacht.

Unsichere Geschichte

Die Glocke wurde der Überlieferung nach Anfang des 17. Jahrhunderts unter portugiesischem Kommando auf ein Kriegsschiff verladen, um sie ans andere Ufer zu bringen und zu Kanonenkugeln umzuschmelzen. Unter der gewaltigen Last soll das Boot aber mitsamt der kostbaren Ladung gesunken sein.

Zweifelsfrei belegt ist das alles nicht: Einige Historiker meinen, die Glocke sei womöglich gar nicht in dem Fluss. Andere sind skeptisch, ob es die Glocke überhaupt je gegeben hat. (APA/red, derStandard.at, 12. 9. 2014)

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