"Hört die Signale" neu: Russland - Vom Zaren bis Putin

12. September 2014, 17:33
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Neuauflage der TV-Zeitgeschichtereihe von Hugo Portisch über den Aufstieg und Fall des Sowjetimperiums

Wien - Nach dem Sturz des Zaren 1917 ermöglichte das deutsche Außenministerium Lenin die Einreise in Russland. "Lenin Eintritt in Russland gelückt. Er arbeitet völlig nach Wunsch", schrieb der deutsche Nachrichtendienst. Doch um an der Macht zu bleiben, griff Lenin mit großer Gewalt durch. Schon 1991 erarbeitete Hugo Portisch, gemeinsam mit dem ORF, Szenen wie diese anhand von Briefen, Fotos und Filmaufnahmen aus Archiven, darunter auch aus früher unzugänglichen Archiven der Sowjetunion. Entstanden ist die vierteilige TV-Zeitgeschichtereihe "Hört die Signale", die Aufstieg und Fall des Sowjetimperiums, beginnend beim Sturz des Zaren, behandelt.

Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums rund um den Fall des Eisernen Vorhangs wurde eine Neuauflage mit Ergänzung der aktuellen politischen Entwicklungen produziert und so ein inhaltlicher Bogen zwischen zeitgeschichtlicher Dokumentation und aktueller Berichterstattung gespannt.

Für die Neuauflage schrieb und sprach Hugo Portisch die Zwischenmoderationen neu ein. Zusätzlich wurde das Filmmaterial technisch aufbereitet und um Untertitel für Gehörlose ergänzt.

"Man kann die Gegenwart nur dann verstehen, wenn man die Vergangenheit kennt", sagte Hugo Portisch einst. Heute sieht Putin seine Ziele in der Wiederherstellung der Ehre Russlands. Um die Motive dahinter zu verstehen, muss man weiter in die Vergangenheit blicken. (Sarah Matura, DER STANDARD, 13./14.9.2014)

Hört die Signale - Russlands Weg vom Zaren bis Putin, ORF 3, ab 13. September, jeweils Samstag, 20.15 Uhr

  • Lenin und eine Gruppe von Kommandeuren 1919 auf dem roten Platz.
    foto: orf

    Lenin und eine Gruppe von Kommandeuren 1919 auf dem roten Platz.

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