Vier Tote bei Angriff von Aufständischen in Südthailand

11. September 2014, 20:28
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Junta in Bangkok strebt Wiederaufnahme von Friedensgesprächen an

Bangkok - Aufständische im mehrheitlich muslimischen Süden Thailands haben bei einem Angriff auf ein Verwaltungsgebäude vier Menschen getötet und mehrere verletzt. Unter den Toten ist nach Polizeiangaben vom Donnerstag auch ein Bezirkschef. Die Angreifer beschossen das Gebäude in der Provinz Pattani mit Kleinwaffen. Als Sicherheitskräfte herbeieilten, zündeten sie einen Sprengsatz.

Drei Tage zuvor war der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Thawil Pliensri, nach Malaysia geflogen, um die Friedensgespräche für den Süden wieder aufzunehmen. Thailands neue Militärregierung hat immer wieder betont, eine friedliche Lösung für den Konflikt zu wollen.

In den drei südlichen Provinzen Narathiwat, Pattani und Yala flammen seit 2004 immer wieder Kämpfe mit muslimischen Separatisten auf. Seitdem sind mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. Die Separatisten kämpfen gegen die Behörden des mehrheitlich buddhistischen Thailand. Ziel der Anschläge sind oft thailändische Truppen, aber auch Lehrer und andere Staatsdiener, die von den Extremisten als "Kollaborateure des Feindes" bezeichnet werden. (APA, 11.9.2014)

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