36 Festnahmen bei Protesten in Ferguson

11. September 2014, 19:32
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Wegen Verstoßes gegen Versammlungsgesetz und Angriffen auf Polizeibeamte

St. Louis - Nach erneuten Protesten wegen der tödlichen Schüsse auf einen schwarzen Teenager in Ferguson bei St. Louis im US-Bundesstaat Missouri hat die Polizei 36 Menschen festgenommen. Wie die Zeitung "St. Louis Dispatch" berichtete, wurden 32 Personen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz inhaftiert, vier weitere seien wegen Angriffen auf Polizeibeamte festgenommen worden.

In dem Vorort von St. Louis war am 9. August der junge Schwarze Michael Brown von dem weißen Polizisten Darren Wilson erschossen worden. Das löste gewalttätige Proteste aus. Brown war unbewaffnet gewesen.

Beamte beworfen

Bei den jüngsten Ausschreitungen warfen Demonstranten dem Bericht zufolge Ziegelsteine, Betonbrocken und mit Wasser gefüllte Glas- und Plastikflaschen auf die Beamten. Verletzt wurde bei den fast dreistündigen Ausschreitungen niemand.

Die Demonstranten fordern die Einsetzung eines Sonderstaatsanwalts zur Untersuchung der Todesschüsse. Zudem verlangen sie, dass Wilson verhaftet und angeklagt wird. Am Mittwoch war im Rathaus von St. Louis der Polizeichef Sam Dotson zum Vorgehen seiner Mitarbeiter angehört worden. Der Polizei wird überzogene Härte gegen Demonstranten vorgeworfen. (APA, 11.9.2014)

  • Die Polizei nahm dutzende Demonstranten fest.
    foto: ap/gannam

    Die Polizei nahm dutzende Demonstranten fest.

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