China will sich an Terrorbekämpfung beteiligen

11. September 2014, 18:56
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Auch Peking sieht sich von jihadistischen Heimkehrern aus Syrien und Irak bedroht

Peking/Duschanbe - China will bei der Terrorismusbekämpfung stärker mit der Weltgemeinschaft kooperieren. Das gab das chinesische Außenministerium in Peking bekannt. Dabei müsse jedoch das Völkerrecht ebenso geachtet werden wie die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der betroffenen Länder, sagte die Sprecherin Hua Chunying am Donnerstag.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor erklärt, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien mit einem internationalen Militärbündnis zerstören zu wollen. Syrien hatte sich daraufhin gegen eine Verletzung seiner Souveränität verwahrt.

Sicherheitsrisiko

Chinesische Terrorismusexperten sehen in aus dem arabischen Raum zurückkehrenden islamistischen Kämpfern ein Sicherheitsrisiko auch für China, Russland und zentralasiatische Staaten. "Diese Menschen haben begonnen, in ihre Heimat zurückzukehren, was eine große Bedrohung für die regionale Sicherheit darstellt", sagte der Experte Zhang Xinfeng laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe.

Zhang ist Leiter der regionalen Anti-Terror-Agentur der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). "Jeder Mitgliedsstaat der SCO hat solche Extremisten, die in Syrien und im Irak kämpfen", sagte Zhang. Die Behörden hätten die Beobachtung von Rückkehrern aus Asien und Nordafrika und damit verbundenen Internet-Einträgen verschärft.

Gipfeltreffen

Der SCO gehören neben den führenden Mitgliedern Russland und China die mittelasiatischen Republiken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan an. Die Organisation setzt sich für Frieden, Sicherheit und Stabilität in ihrer Region ein.

Am Donnerstag begann die SCO ihr zweitägiges Gipfeltreffen in Duschanbe. Angereist sind auch der russische Präsident Wladimir Putin und Chinas Präsident Xi Jinping. Beide wollten am Rande des Treffens miteinander sprechen. Zudem waren Diskussionen mit den anderen Staatschefs geplant. (APA, 11.9.2014)

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