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Die Wolke tief unter der Erde

14. September 2014, 17:11

Der Begriff "Cloud" ruft Bilder hervor, die nicht den Anforderungen entsprechen, um die es bei Cloud-Computing geht

Wolken sind schwer greifbar, verändern sich ständig und können sich von einem Augenblick zum nächsten in Luft auflösen. Wer seine Daten in die Cloud legt, oder Rechenleistungen aus ihr bezieht, will eigentlich genau das Gegenteil: Sicherheit, Stabilität und höchste Verfügbarkeit.

Safe statt Wolke

Tatsächlich sieht es im Herzen von Cloud-Lösungen auch ganz anders aus. Der earthDATAsafe im steirischen Kapfenberg gilt als eines der sichersten Rechenzentren Europas. Hier betreibt Kapsch verschiedenste Services für seine Kunden. Zahlreiche Unternehmen lagern ihre Daten hier. Der Name "Safe" ist Programm. Die Server sind in einem weitläufigen Tunnelsystem, rund 350 Meter tief im Berg untergebracht, geschützt von 150 Metern massivem Fels, abgeschirmt von elektromagnetischen Störungen und sicher vor unerwünschten Zugriffen durch Dritte oder äußeren Umwelteinflüssen. Die Datacenter-Zellen befinden sich in einem Stollensystem mit einer Gesamtlänge von 900 Metern auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern. Der Zutritt ist ausschließlich autorisierten Personen über ein mehrstufiges Sicherheitssystem mit acht Schleusen gestattet. Videoüberwachung und ein modernes Brandschutzsystem gehören ebenso zur Sicherheitsausstattung wie die redundante Anbindung von Datennetzen und Energiesystemen. Ein Notstromaggregat gewährleistet den ausfallsfreien Betrieb. Hochspezialisiertes Fachpersonal, eigens entwickelte Sicherheitssoftware, die permanente Überwachung der Firewall und weitere Sicherheitskomponenten schützen die sensiblen Daten. Mit einer Wolke hat das eigentlich nichts zu tun.

Der Preis für Sicherheit

Selbst große Unternehmen könnten sich dermaßen hohe Sicherheitsvorkehrungen für den In-House-Betrieb ihrer Services nicht leisten. Das ist allerdings nicht das einzige Argument auf der Kostenseite, warum sich Unternehmen für eine Shared Infrastructure entscheiden. Ein weiteres ist, dass hausinterne IT-Lösungen auf Nutzungsspitzen ausgelegt werden müssen. Rund 75 Prozent der verfügbaren Hardware bleiben in der Regel ungenützt, müssen aber dennoch bezahlt werden. Sicherheit ist nicht nur eine Frage der baulichen und technischen Vorkehrungen, sondern auch eine rechtliche. In Österreich gelten vergleichsweise strenge Regelungen für den Datenschutz. Datenhaltung auf Rechnern, die im Ausland stehen, stellen ein zusätzliches Risiko dar. Im Falle von Problemen liegt die Haftung bei den Geschäftsführern.

Speicherdienste und sensible Plattformen

Die Bandbreite von Services, die in einer Shared Infrastructure betrieben werden, ist vielfältig. Kapsch bietet etwa ein so genanntes Datadepot as a Service – ein in Österreich gehosteter Dienst, dessen Funktionalitäten mit Dropbox vergleichbar sind – , aber auch Business-Kommunikationslösungen mit Telefonie- und Kommunikationsservices. Der earthDATAsafe stellt auch für sensible Plattformen für M2M-Kommunikation und Smart Metering, die elektronische Erfassung des Energieverbrauchs von Haushalten, eine sichere Heimat dar.

Potenzial von Shared Infrastructures noch nicht genutzt

Obwohl viele wirtschaftliche Argumente für Shared Infrastructures sprechen und technische wie auch juristische Sicherheitsbedenken – vor allem durch die Datenhaltung im eigenen Land – ausgeräumt werden können, ist der Zuspruch zu derartigen Services noch relativ gering. Eine Umfrage unter 900 IT-Manager in sieben Ländern (Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Türkei und Ungarn), die das international tätige Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) Ende vergangenen Jahres im Auftrag von Kapsch durchgeführt hat, brachte folgendes Ergebnis: Im Schnitt setzen 27 Prozent der Befragten Cloud Services ein. In Österreich sind es 29 Prozent. Den höchsten Wert erzielen dabei mit 46 Prozent private Clouds lokaler Anbieter. Tschechien und Rumänien haben die vergleichsweise größten Anteile ihrer IT in die Cloud gelegt. Hier haben 32 bzw. 24 Prozent angegeben, "stark" auf die Cloud zu setzen. Pläne für eine Migration in die Cloud sind am stärksten in Polen vorhanden. Hier liegt der Wert mit 30 Prozent deutlich über dem Schnitt von 24 Prozent. Österreich ist mit 27 Prozent knapp über dem Durchschnitt.

  • Der earthDATAsafe im steirischen Kapfenberg
    foto: kapsch

    Der earthDATAsafe im steirischen Kapfenberg

  • Datenlagerung tief unter den Gesteinsmassen der Alpen
    foto: kapsch

    Datenlagerung tief unter den Gesteinsmassen der Alpen

  • Data Depot as a Service: hochsicherer Austausch von Dokumenten über einen zentralen Dienst aus der Private Cloud
    foto: kapsch

    Data Depot as a Service: hochsicherer Austausch von Dokumenten über einen zentralen Dienst aus der Private Cloud

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