Ein "KaDeWe" für Wien

11. September 2014, 17:31
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René Benko hat nach dem Karstadt-Kauf mit den Filetstücken große Pläne, die bis nach Wien reichen. Einigen Karstadt-Häusern drohen harte Einschnitte

Berlin - Während einigen der 83 deutschen Karstadt-Häuser harte Einschnitte und Schließung drohen, hat der neue Eigentümer René Benko mit den Filetstückchen große Pläne. Wie das Handelsblatt berichtet, treten das Berliner KaDeWe (Kaufhaus des Westens), Oberpollinger in München und das Hamburger Alsterhaus ab sofort unter dem Namen "The KaDeWe Group" auf.

Die Erscheinungsbilder (Schaufenster, Sortiment) der drei Luxushäuser, die 2013 einen Umsatz von 600 Millionen Euro erzielten, sollen vereinheitlicht werden - auch um die Expansion zu erleichtern. "Unter dem Dach der KaDeWe Group sind natürlich weitere Eröffnungen, etwa in Frankfurt am Main, Wien oder Prag, vorstellbar", sagt Geschäftsführer André Maeder.

Schließung von bis zu 40 Häusern im Gespräch

Eine weniger glamouröse Zukunft steht hingegen einigen jener Karstadt-Häuser bevor, die Signa vor kurzem für einen Euro übernommen hat. Am Donnerstag tagte zum ersten Mal seit der Übernahme der Aufsichtsrat, um Neuerungen der defizitären Warenhauskette zu besprechen.

Im Gespräch ist die Schließung von 30 bis 40 Häusern. Das könnte 3.000 bis 4.000 der 17.000 Karstadt-Mitarbeiter den Job kosten. Die Arbeitnehmer fordern von Benko eine Beschäftigungs- und Standortgarantie. (bau, DER STANDARD, 12.9.2014)

  • Das KaDeWe in Berlin.
    foto: ap/gambarini

    Das KaDeWe in Berlin.

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