Deutsche Start-ups fordern bessere Finanzierungsbedingungen

11. September 2014, 14:38
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Studie: Im Schnitt wollen Start-ups in den kommenden zwölf Monaten zehn neue Mitarbeiter einstellen

Die deutschen Start-up-Unternehmen entwickeln sich einer Umfrage zufolge zum Jobmotor, brauchen aber einen besseren Zugang zu Kapital. Im Schnitt wollten die jungen innovativen Firmen in den kommenden zwölf Monaten zehn neue Mitarbeiter einstellen, geht aus dem neuen Start-up-Monitor hervor. Hemmschuh der Entwicklung bleibe die Finanzierung, heißt es darin.

43,6 Prozent der Firmen nannten den Zugang zu Krediten als Problem, geht aus dem Bericht hervor, den der Bundesverband Deutscher Start-ups, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin am Donnerstag veröffentlichten. 38 Prozent bezeichneten es als Problem, ausreichend Wagniskapital zu erhalten. Zwei Drittel der Befragten bemängelten, dass in Deutschland das Scheitern junger Unternehmen immer noch als negativ beurteilt werde.

650 Mio. Euro Wagniskapital

In den kommenden zwölf Monaten benötigten die Start-ups der Studie zufolge mindestens 650 Mio. Euro Wagniskapital. Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, die steuerlichen Förderbedingungen für junge Unternehmen zu verbessern, um mehr privates Kapital in wachstumsstarke Wirtschaftsbereiche zu lenken. So will das deutsche Finanzministerium den staatlichen Zuschuss an Wagniskapitalgeber (INVEST) steuerfrei stellen.

Hochburg der Start-up-Szene ist der Umfrage zufolge Berlin. Dort säßen die meisten der Unternehmen mit einem Umsatz über zehn Mio. Euro. Nach wie vor unterentwickelt sei der Frauen-Anteil in der Branche. Nur elf Prozent der Gründer seien weiblich, heißt es. Für die Umfrage wurden 900 Start-ups befragt. (APA, 11.9. 2014)

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