Prozess um Polizeikontrolle auf Wiener Partyschiff neuerlich vertagt

11. September 2014, 14:35
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Verhandlung gegen Paar wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt soll Ende September abgeschlossen werden

Wien - Der Prozess um eine Polizeikontrolle auf einem Wiener Donaukanal-Schiff ist am Donnerstag am Straflandesgericht neuerlich vertagt worden. Einige der geladenen Zeugen kamen ohne Angabe von Gründen ihrer Ladung nicht nach. Richterin Olivia-Nina Frigo möchte das Verfahren gegen einen 32-jährigen Partygast und seine 25-jährige Freundin Ende September abschließen.

Widerstand gegen die Staatsgewalt

Den beiden werden Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Sie sollen aggressiv geworden sein, als die Polizei nach Anrainerbeschwerden am 19. Oktober 2013 um 9 Uhr das Schiff betrat und eine ausgelassene Party auflöste. Der 32-Jährige soll einem Polizisten einen Faustschlag ins Gesicht versetzt und dabei dessen Brille zertrümmert haben. Die Angeklagten bestreiten, sich gegen die Festnahme gewehrt zu haben und tätlich geworden zu sein. Vielmehr seien sie Opfer von Polizeigewalt geworden.

Vorwurf der Misshandlung

Ihren Angaben zufolge wurden sie nach ihrer Festnahme auf ein Kommissariat gebracht und dort misshandelt. Die Beamten hätten sie stundenlang separat weggesperrt, ihnen anwaltlichen Beistand verweigert, sie teilweise entkleidet und geschlagen. Die Frau behauptet, schon in der Nähe des Partyschiffs mit gefesselten Händen von Uniformierten gegen einen Baum gedrückt und geschlagen worden zu sein. (APA, 11.9.2014)

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