Problem für Spielhersteller: Hälfte aller PC-Gamer wartet auf Rabattaktionen

11. September 2014, 14:21
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US-Studie zeigt, dass immer weniger Games zum Vollpreis erworben werden

Betrachtet man die Anzahl der Konsumneten, ist der PC-Spielemarkt riesig. Den Großteil der Umsätze generieren Hersteller traditioneller Vollpreistitel allerdings mit Konsolenumsetzungen. Konsolenspieler kaufen nicht nur mehr Games vom Schlage "Call of Duty", "Assassin's Creed" und Co., sie bringen den Herausgebern auch pro Spiel mehr ein. Einen Grund dafür haben nun die Marktanalysten der NPD Group in einer Studie (via Gameindustry) herausgefunden: 50 Prozent der PC-Spieler warten demnach auf Preisnachlässe und Rabattaktionen, bevor sie einen Titel erwerben.

Befragt wurden 6.255 Spieler aus den USA, wo mehr als ein Drittel aller Gamer am PC spielt.

Sale, Sale, Sale

"Die Erwartungen der Kunden sind vielleicht die größte Hürde zur Maximierung der Ausgaben im PC-Gaming-Bereich", erklärt NPD-Analyst Liam Callahan. "Weil die Hälfte aller PC-Spieler, die entweder digitale oder physische Spiele auf dem Computer spielen, erwartet, dass es immer neue Preisnachlässe gibt, müssen die Herausgeber und Händler diese Erwartungen gleichermaßen besser steuern."

46 Prozent der befragten PC-Spieler hätten vergangenes Jahr Games als Download erworben. Der Trend zum Online-Kauf erhöhe noch dazu die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden auf "Steam Sales", "Humble Bundles" und ähnliche Aktionen warten.

Problem für Hersteller

Unter Entwicklern werden die regelmäßigen Rabattaktionen zwiegespalten gesehen. Einerseits sorgen sie dafür, dass mehr Spiele gekauft werden, andererseits würden sie Games entwerten, wie die Seite Gamestar den "Democracy"-Schöpfer Cliff Harris zitiert. Anfang des Jahres äußerte "The Castle Doctrine"-Erntwickler Jason Rohrer ähnliche Bedenken. (zw, derStandard.at, 11.9.2014)

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    bild: steam sale

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