Pistorius-Prozess: Wartende Angehörige und großes Medieninteresse

Ansichtssache11. September 2014, 14:43
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Richterin schließt vorsätzlichen Mord aus, das endgültige Urteil soll am Freitag verkündet werden

Pretoria - Am Donnerstag hat die Urteilsverlesung im Fall Oscar Pistorius begonnen. Er hat im Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp durch die geschlossene Badezimmertür seines Hauses erschossen, weil er laut seinen Aussagen vor Gericht dachte, sie sei ein Einbrecher. Einen vorsätzlichen Mord schloss Richterin Thokozile Masipa am Donnerstag aus, da dafür nicht genügend Beweise vorlägen.

Aktivisten demonstrieren vor dem Gerichtsgebäude gegen Gewalt an Frauen.

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Neben den Familien warten auch zahlreiche Medienvertreter auf das Ergebnis der Verlesung.

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Richterin Thokozile Masipa sieht zwar keinen vorsätzlichen Mord bewiesen, die Schüsse seien aber bewusst abgegeben worden.

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Zu Beginn der Verlesung zeigte sich Oscar Pistorius noch gefasst. Zur Tatzeit solle er laut der Aussage der Richterin nicht unter einer mentalen Störung gelitten haben.

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Wie lange die Ausführungen der Richterin dauern würden, war zunächst unklar. Schließlich stand fest, dass sich alle Beteiligten bis Freitag gedulden müssen.

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Beobachter rechnen damit, dass der beinamputierte Pistorius einer Gefängnisstrafe kaum entgehen wird.

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Aimee, die Schwester des Angeklagten, war mit weiteren Familienangehörigen anwesend.

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Auch Pistorius' Bruder Carl, der kürzlich einen Autounfall hatte, stand ihm bei der Verlesung des Urteils bei.

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June und Berry Steenkamp, die Eltern den Opfers, während der Ausführungen der Richterin.

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Reeva Steenkamps Vater wartet auf das Urteil. (APA/ah, derStandard, 11.9.2014)

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