Falscher Microsoft-Mitarbeiter betrog Pensionist aus Niederösterreich

11. September 2014, 10:52
32 Postings

Polizei warnte vor neuem Modus Operandi telefonischer Kontaktaufnahme

Einer neuen Betrugsform via Internet ist ein Pensionist im Waldviertel aufgesessen. Nachdem der Mann angeblich von Microsoft gesendeten E-Mails, laut denen er einen Link öffnen sollte, misstraut und diese gelöscht hatte, erhielt er einen Anruf eines vermeintlichen Mitarbeiters der Software-Firma, der ihm erklärte, Viren am Computer beseitigen zu wollen.

226 Euro abgebucht

Der nahezu akzentfrei Englisch sprechende Unbekannte verschaffte sich schließlich per Team-Viewer Zugang zum Gerät und verlangte nach Abschluss der "Arbeiten" die Zahlung von zehn Euro mittels Kreditkarte. Nach Bekanntgabe seiner Daten bemerkte der Pensionist allerdings, dass der zu überweisende Betrag auf 226 Euro geändert worden war, als Bankinstitut schien die Western Union Bank auf. Daraufhin ließ der Pensionist sofort seine Kreditkarte sperren.

Polizei warnt

Anlässlich dieses Falls von Computerkriminalität warnt die Polizei Niederösterreich davor, telefonisch einem Team-Viewing zuzustimmen und Bankdaten bekanntzugeben. Vielmehr sollte man derartige Anrufe sofort abbrechen. "Microsoft und andere Software-Firmen nehmen mit den Nutzern ihrer Produkte grundsätzlich keinen direkten Kontakt auf, wenn das von den Computerbenutzern nicht zuvor ausdrücklich gewünscht wurde", betonte die Landespolizeidirektion. (APA, 11.9.2014)

Share if you care.