Fünf Monatsgehälter "Abgangsentschädigung" für Bifie-Direktoren

11. September 2014, 10:50
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Für "einvernehmliche" Vertragsauflösung nach einem Jahr für Martin Netzer und Christian Wiesner

Wien - Martin Netzer und Christian Wiesner haben für ihren vorzeitigen Rücktritt von der Spitze des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) eine "Abgangsentschädigung" von jeweils fünf Monatsgehältern erhalten, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Die beiden waren vor ihrem Abgang nur etwas mehr als ein Jahr im Amt.

"Keine Anreize"

Netzer und Wiesner mussten nach mehreren Pannen bei der Generalprobe zur Zentralmatura sowie angeblichen Datenschutzproblemen, die u.a. fast zur Absage der österreichischen Teilnahme an der PISA-Studie geführt hätten, im August vorzeitig den Hut nehmen. Eigentlich hätte ihr Vertrag bis 2018 laufen sollen. In der Anfragebeantwortung betont die Ministerin trotz des Verweises auf die "Abgangsentschädigung" von fünf Monatsgehältern, dass für den vorzeitigen Rückzug der beiden Direktoren "keine Anreize angeboten" worden seien. Jeder der Posten war mit 150.000 Euro Jahresgehalt dotiert.

Rückkehrrecht

Netzer, Ex-Kabinettschef der früheren Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP), war im Bifie für Zentralmatura und den Nationalen Bildungsbericht verantwortlich, sein der SPÖ zugerechneter Ko-Direktor Wiesner vor allem für internationale Testungen wie die PISA-Studie und die Bildungsstandards. Beide haben ein Rückkehrrecht auf einen ihrer früheren Stelle gleichwertigen Posten: Netzer war zuletzt stellvertretender Sektionsleiter im Bildungsministerium. Wiesner, zuvor Leiter des Zentralen Management und Services im Bifie, soll im Bundesinstitut künftig die Organisationseinheit "Netzwerk angewandte Forschung und Lehre" zur Vernetzung des Bifie mit Unis, Pädagogischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen leiten. (APA, 11.09.2014)

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