Peugeot will unabhängiger von Europa werden

10. September 2014, 17:23
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Wien - Für Peugeot ist das erste Halbjahr in Österreich gut verlaufen. Der französische Autobauer hat 5795 neue Fahrzeuge verkauft und damit ein Plus im Vergleich zum Halbjahr 2013 erzielt. Doch in Summe leide das Europa-Geschäft nach wie vor, sagt Maxime Picat, Peugeot-Vorstand und Generaldirektor der Marke Peugeot. Das sei auch der Grund, warum sich der Konzern "unabhängiger von Europa machen will".

Eine Rückkehr in den US-Markt ist derzeit aber nicht angedacht. Der Einstieg in diesen Markt "ist derzeit zu teuer", sagt Picat. In China hingegen prüfe man neue Kooperationen. Der Autobauer hat mit der spanischen Bank Santander ja ein Joint Venture gegründet, um Autofinanzierungen anbieten zu können. Im Laufe des kommenden Jahres sollen alle regulatorischen Anforderungen dafür erfüllt sein, sagt Picat vor Journalisten.

Um das Unternehmen effizienter aufzustellen, wurde die Palette von 45 auf 25 Modelle reduziert. Mit technologisch gut ausgestatteten Wagen will man Kunden locken. Denn: "Die Leute werden wieder anfangen, Autos zu kaufen", ist sich Picat sicher. In Forschung und Entwicklung werde aber erst wieder richtig investiert, wenn das Unternehmen die Restrukturierung hinter sich hat. Erneute Sparprogramme schließt Picat vorerst nicht aus. Direkte Folgen durch die Russland-Sanktionen spüre man noch nicht. Der russische Markt werde aber von Monat zu Monat schwächer. (bpf, DER STANDARD, 11.9.2014)

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