Syrien soll Chlorgas als Waffe eingesetzt haben

10. September 2014, 17:04
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Die Substanz fällt nicht unter die Chemiewaffenkonvention

Damaskus/Den Haag - Syrien hat laut einem Bericht der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) systematisch Chlorgas als Waffe eingesetzt. Die Experten der Organisation hätten deutliche Beweise für den systematischen und wiederholten Einsatz des toxischen Gases gegen Dörfer im Norden Syriens zu Beginn des Jahres gesammelt, teilte die OPCW am Mittwoch mit.

Die OPCW hatte die Experten im April beauftragt, Berichte über die Gasangriffe zu überprüfen. Die Symptome der Opfer und auch die medizinischen Berichte führten zu der Schlussfolgerung, "dass Chlor, entweder pur oder als Mischung", als Waffe eingesetzt wurde. Chlorgas fällt nicht unter die von der Konvention verbotenen Chemiewaffen, da es auch für zivile Zwecke eingesetzt werden darf. Allerdings ist der Einsatz als Waffe verboten. Syrien hatte sich im vergangenen Jahr unter internationalem Druck bereiterklärt, alle seine Chemiewaffen zu vernichten.

Im Mai waren die OPCW-Experten bei dem Versuch, eine der angegriffenen Ortschaften zu besuchen, angegriffen worden. Daher seien Zeugen in einem sicheren Gebiet außerhalb des Landes befragt worden, teilte die OPCW mit. Die Experten hatten Dutzende Opfer, Ärzte und Augenzeugen der Angriffe befragt sowie zahlreiches Beweismaterial untersucht. Laut OPCW gibt es auch Berichte über neue Gasangriffe vom August. (APA, 10.9.2014)

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