Fehldiagnose: 53-Jähriger drohte Ärzten mit Erschießen

10. September 2014, 09:55
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Die Cobra nahm ihn fest

Linz - Ein 53-jähriger Linzer hat nach einer Fehldiagnose den Ärzten und deren Familien mit dem Erschießen gedroht. Das Einsatzkommando Cobra (Eko Cobra) nahm ihn fest. Das gab die Landespolizeidirektion Oberösterreich in einer Presseaussendung am Mittwoch bekannt.

Kein Krebs, sondern Allergie

Laut `"Kronen Zeitung" hat ein Arzt dem 53-Jährigen mitgeteilt, dass dieser Krebs und nur noch ein paar Monate zu leben habe. Der alleinstehende Mann nahm das zur Kenntnis und machte sogar ein Testament. Wegen seiner Beschwerden suchte er einen weiteren Arzt auf. Dieser stellte aber nach mehreren Untersuchungen keine Krebserkrankung fest, sondern eine Allergie, die die Beschwerden ausgelöst hatte.

Deswegen kündigte er am Dienstag seiner Schwester telefonisch an, dass er wegen der Fehldiagnose ins Krankenhaus fahren und die Ärzte und auch deren Familien erschießen werde. Weil auf den Patienten eine Schusswaffe angemeldet war, rückte die Polizei aus und sicherte das Krankenhaus. Die Cobra fuhr zur Wohnung des 53-Jährigen.

Dieser öffnete die Tür und wurde festgenommen. Er leistete keinen Widerstand. Die Faustfeuerwaffe mit Magazin und Munition wurden sichergestellt. Nach der ärztlichen Versorgung ordnete die Staatsanwalt die Einlieferung in die Justizanstalt Linz an. (APA, 10.9.2014)

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