FIFA-Medizinchef fordert Spielunterbrechung bei Kopfblessuren 

9. September 2014, 22:29
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D'Hooghe pro Drei-Minuten-Pause - Nur Teamarzt soll grünes Licht zum Weiterspielen geben dürfen

Manchester - Der Vorsitzende der Medizinischen Kommission der FIFA fordert Spielpausen beim Verdacht auf eine Gehirnerschütterung eines Spielers. Er wolle die Zustimmung von FIFA und UEFA einholen, "dass man im Fall eines Verdachts auf eine Gehirnerschütterung den Referee darum bittet, das Spiel für drei Minuten anzuhalten", sagte Michel D'Hooghe am Dienstag bei der Soccerex-Konferenz in Manchester.

Der Referee solle sicherstellen, dass ein Spieler nur weiterspielen darf, wenn ein Teamarzt grünes Licht gibt - "niemand sonst". D'Hooghe reagierte damit auf zunehmenden öffentlichen Druck.

Der englische Fußballverband hat seine Richtlinien bereits in dieser Saison verschärft: Ein Spieler mit einer Kopfverletzung muss den Platz verlassen und von einem Vereinsarzt untersucht werden.

Bei der WM in Brasilien hatte der Fall Christoph Kramer für Aufsehen gesorgt: Der deutsche Nationalspieler hatte im Finale nach einem Zusammenstoß mit Argentiniens Ezequiel Garay sichtlich desorientiert weitergespielt. Erst 15 Minuten später war er ausgewechselt worden. (APA, 9.9.2014)

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