Palästinenser in israelischer Haft gestorben

9. September 2014, 20:56
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Palästinenser zweifeln Suizid-Version an und fordern Untersuchung

Jerusalem/Ramallah - In israelischer Haft ist am Dienstag nach übereinstimmenden Angaben ein palästinensischer Gefangener gestorben. Nach Angaben des Gefängnisses im südlichen Beersheba starb der 35-jährige Insasse an den Folgen eines Suizidversuchs. Demnach erhängte er sich in den Baderäumen der Haftanstalt und konnte zunächst wiederbelebt werden. Auf dem Weg ins Krankenhaus sei der Mann aber gestorben.

Die Palästinenser sprachen von einer "Lüge" und erklärten, der 35-Jährige sei unter "mysteriösen Umständen" gestorben. Die in Ramallah im Westjordanland ansässige Organisation Prisoners Club forderte eine unabhängige Untersuchung. Es sei keine Erkrankung des Inhaftierten bekannt gewesen, erklärte der Prisoners Club und machte Israel für den Tod des Gefangenen verantwortlich.

Der 35-Jährige war Ende Juli festgenommen worden. Nach israelischen Angaben war er wegen Körperverletzung und Drohungen inhaftiert. Was genau er getan hatte, blieb aber unklar. (APA, 9.9.2014)

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