Zehnte Saison im "Tag" mit Stücken nach Ibsen, Goethe & Co

9. September 2014, 17:30
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Das Theater an der Gumpendorfer Straße setzt weiter auf Klassikerbearbeitungen

Wien - Das Theater an der Gumpendorfer Straße (Tag) gehört mit einer Jahressubvention von 770.000 Euro, einem fixen Ensemble und 120 Sitzplätzen größenmäßig zu den Mittelbühnen Wiens. Gernot Plass, der die künstlerische Leitung im Vorjahr von Margit Mezgolich übernommen hat, setzt weiterhin ganz auf Klassikerbearbeitungen. Mit der Uraufführung von Shut (Me) Down oder Der Weg ins Zentrum des Abseits, einer Oblomow -Neudichtung von Steffen Jäger, startet das Haus am 8. Oktober in die zehnte Saison.

Auf den Burnout/Boreout-Stoff folgt im November Torvald, ein "sehr frei nach" Henrik Ibsens Nora gehaltenes Stück der Gruppe Das Gut (Regie: Rachelle Nkou), das die heute ins Wanken geratene Rolle des Mannes ins Visier nimmt. Plass selbst nimmt sich Goethes Faust vor (ab 13. 12.). Marc Pommerening hat Motive aus Sophokles-Dramen zu Kreon verdichtet (Regie: Dora Schneider, ab 4. März). Und Romeo und Julia heißt bei Christian Suchy Bluad, Roz und Wossa (ab 9. Mai).

Ob die Produktionen Schmetterlinge im Eis (nach Gabriel García Márquez) und Hulk muss schön sein von Anna Gschnitzer realisiert werden, hängt von Förderzusagen ab, die vonseiten der Kuratoren der Stadt Wien noch ausstehen - ein den ungünstigen Vorlaufzeiten zuzuschreibender und verbesserungswürdiger Umstand. (afze, DER STANDARD, 10.9.2014)

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