AUA befördert trotz Krisen mehr Passagiere

9. September 2014, 13:50
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Nordamerika-Ausbau half, Einbußen in Krisengebieten auszugleichen

Wien - Austrian Airlines hat im Monat August trotz zahlreicher krisenbedingter Flugstreichungen im Irak, Libyen oder der Ukraine ein Passagierplus erzielt. Die Fluglinie beförderte über 1,1 Millionen Passagiere, um 0,5 Prozent mehr als im August 2013. Das Plus zum Vorjahresmonat beträgt damit etwa 7.600 Passagiere. Auch im Zeitraum Jänner bis August flogen 1,1 Prozent mehr Gäste mit der AUA, gab die Lufthansa-Tochter bekannt (85.000 Passagiere mehr).

AUA-Chef Karsten Benz sieht die Nordamerika-Expansion als "richtigen Schritt", mit der Einbußen in den Krisengebieten wettgemacht wurden. Seit Juli fliegt die Airline mit Newark eine neue Destination in den USA an. Nach Washington fliegt die AUA nun täglich mit einer größeren Maschine. Die Anzahl der Flüge nach Chicago wurde von fünf auf sieben pro Woche aufgestockt. In Summe wurde die Kapazität damit im August um 7,1 Prozent erhöht. Die Passagierkilometer (RPK) sind um 6,8 Prozent gestiegen. Die Auslastung ging aber um 0,3 Prozentpunkte auf 85,9 Prozent zurück.

Von Jänner bis August flogen rund 7,6 Millionen Passagiere mit Austrian Airlines. Die Kapazität stieg um 4,4 Prozent. Die Passagierkilometer (RPK) erhöhten sich um 6,1 Prozent. Die Auslastung kletterte um 1,3 Prozentpunkte auf 79,6 Prozent.

Lufthansa mit Passagierplus

Auch die Lufthansa hat im reisestarken Ferienmonat August mehr Passagiere als im Vorjahr befördert. Im gerade abgelaufenen Monat sei die Zahl der Gäste, die mit der Lufthansa selbst und mit Töchtern wie Austrian Airlines oder Swiss flogen, um vier Prozent auf 10,48 Millionen gestiegen, teilte Europas größter Luftfahrtkonzern mit.

Zudem wurde es in den Flugzeugen voller: Die Auslastung zog um einen Prozentpunkt auf 86,4 Prozent an.

Die Streiks der Lufthansa-Piloten schlugen sich in den Zahlen noch nicht voll nieder, da im August lediglich die relativ kleine Lufthansa-Billigtochter Germanwings für einige Stunden bestreikt worden war.

Rückläufig entwickelte sich weiterhin das von Überkapazitäten gebeutelte Frachtgeschäft der Lufthansa: Die Frachtmenge ging um 0,7 Prozent auf 156.000 Tonnen zurück. (APA, 9.9.2014)

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