Soldaten töteten sieben Schiiten bei Demonstration in Sanaa

9. September 2014, 18:22
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Auseinandersetzung zwischen Houthi-Rebellen und Armee eskaliert

Sanaa - Im Jemen eskaliert die Auseinandersetzung zwischen Houthi-Rebellen und der Armee. Am Dienstag hätten Soldaten in der Hauptstadt Sanaa mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen, berichtete der Houthi-nahe TV-Sender Al-Masira. Sieben Menschen seien getötet woredn. Die jemenitische Nachrichtenseite Al-Mashhad al-Yemeni berichtete zudem von Schüssen und Bränden im Süden der Hauptstadt.

Seit drei Wochen protestieren zehntausende Houthis in der Hauptstadt. Der schiitische Volksstamm fordert den Rücktritt der sunnitisch dominierten Regierung und die Rücknahme von Subventionskürzungen für Benzin und Diesel. Mit Massenblockaden legen die Demonstranten immer wieder den Verkehr in Sanaa lahm. Die sunnitische Regierung hatte den schiitischen Rebellen vergangene Woche Zugeständnisse gemacht, die die Demonstranten aber nicht annahmen.

Sturm auf Regierungsgebäude

Der Zusammenstoß mit den jemenitischen Sicherheitskräften ereignete sich nach Angaben eines Houthi-Sprechers, als Demonstranten versucht hatten, Straßen nahe des Amtssitzes von Ministerpräsident Mohammed Basindwa zu blockieren. "Es gibt einige unter den Soldaten und Polizisten, die unser Land in Chaos stürzen wollen", sagte Houthi-Sprecher Mohammed al-Bukhaiti. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte hingegen, Demonstranten hätten versucht, Regierungsgebäude zu stürmen.

Am Sonntag war es erstmals zu ernsten Ausschreitungen gekommen. Bei einem Polizeieinsatz gegen die Protestierenden wurde mindestens ein Demonstrant getötet. In der Nacht auf Dienstag hätten Flugzeuge zudem ein Waffenlager der Houthis in der nordjemenitischen Ortschaft Al-Harf bombardiert, meldete Al-Mashhad al-Yemeni. Es sei das erste Mal, dass die Luftwaffe unmittelbar Stellungen der Houthi-Rebellen angegriffen habe. (APA, 9.9.2014)

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