FPÖ vermutete "kulturfremde Migranten": Reh am Steinhof von Fuchs geköpft

9. September 2014, 12:29
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Nachdem die Wiener FPÖ-Stadträtin Matiasek eine Adaption des Integrationsprogramms forderte, stellte sich heraus, dass ein heimischer "Täter" verantwortlich war: ein Fuchs

Wien - Ein Fuchs hat laut dem Amtstierarzt der Stadt Wien ein Reh am Wiener Steinhof geköpft. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Das "Opfer" war am Sonntag von Spaziergängern gefunden worden. Zunächst war unklar, ob Menschen für den Tod des Rehs verantwortlich sein könnten. Erst jüngst hatten Buben in Wien einen Frischling stranguliert.

"Nach der verabscheuungswürdigen Tötung eines Frischlings im Lainzer Tiergarten wurde nun ein getötetes Reh in den Steinhofgründen gefunden. An die Wildtiere in den Erholungsgebieten der Stadt sei relativ leicht heranzukommen, da sie an Menschen gewöhnt seien und dadurch nicht flüchteten", schrieb FPÖ-Stadträtin Veronika Matiasek vor dem Bekanntwerden der tierärztlichen Untersuchung in einer Aussendung.

"Kulturfremde und bildungsferne Zuwanderer"

Sie forderte deshalb die "Aufnahme der Themen Umwelt-, Natur- und Tierschutz in das Integrationsprogramm, vor allem für kulturfremde und bildungsferne Zuwanderer aus Ländern mit nachweislich wesentlich niedrigeren Standards in diesen Bereichen".

Immer wieder werde von Attacken auf Hunde, Katzen, Enten oder Krähen durch Jugendliche berichtet, so Matiasek am Dienstag. Und oft seien das "deutlich erkennbar migrantische Gruppen", hieß es in der Aussendung. Dieser Verdacht der FPÖ wurde nun ausgeräumt, vermutlich handelte es sich um ein Exemplar des Rotfuchses, der laut Wiener Umweltschutzabteilung einzigen in Mitteleuropa heimischen Fuchsart. (APA/red, derStandard.at, 9.9.2014)

  • Ein Fuchs trennte laut Amtstierarzt einem Reh in Wien den Kopf ab.
    foto: julian stratenschulte/dpa

    Ein Fuchs trennte laut Amtstierarzt einem Reh in Wien den Kopf ab.

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