BBC: Intensive VPN-Nutzer sind Piraten

9. September 2014, 12:16
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Internetanbieter gegen solche User vorgehen - Diskussion um australische Gesetzgebung

In einem Schreiben an die australische Regierung stellt die BBC Worldwide nun eine kontroverse Forderung auf: Internetanbieter (ISPs) sollten bei starken VPN-Nutzern davon ausgehen, dass es sich um Piraten handle, und entsprechende Konsequenzen ziehen. Sei doch ein hoher Traffic in Kombination mit der VPN-Nutzung ein untrügliches Zeichen für illegale Aktivitäten, so die Argumentation laut einem aktuellen Bericht von Torrentfreak.

Repressive Vorstellungen

Immer mehr Film- und Serien-Downloader würde ihr Tun hinter einem solchen Service verstecken, um ihre wahre Identität zu verschleiern, diesem gelte es auf ISP-Ebene entgegenzutreten. Der BBC schwebt dabei vor, dass die Internetprovider jene Kunden, die ein solches Nutzungsverhalten zeigen, zunächst einmal verwarnen. Sollten diese ihr Tun nicht einstellen, müsste man über ernsthaftere Schritte nachdenken. Wie dies rechtlich funktionieren soll - immerhin ist dem Provider nicht einsichtig, welche Daten die Nutzer wirklich tauschen - lässt man offen.

Australische Diskussion

Ganz allgemein fordert die BBC in ihrem Statement, dass die Internetprovider künftig dazu verpflichtet werden sollen, gemeinsam mit den Rechteinhabern gegen Copyright-Verstöße vorzugehen. Mit all diesen Vorschlägen versucht die Sendeanstalt Einfluss auf eine aktuell in Australien geführte Diskussion zu einer Reform des Copyright-Rechts zu nehmen. (apo, derStandard.at, 9.9.2014)

  • Überall Piraten!
    foto: hugo marie / epa / apa

    Überall Piraten!

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