Pippi-Langstrumpf-Vorhang sorgt für Rassismusvorwurf

9. September 2014, 11:25
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Auf dem Stoff sind zwei schwarze Kinder zu sehen, die Pippi Langstrumpf mit Palmwedeln Luft zufächeln

Stockholm - Ein Vorhang mit einem Motiv der Kinderbuchfigur Pippi Langstrumpf hat in Schweden eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Auf dem Vorhang ist die rothaarige Pippi zu sehen, wie sie unter Palmwedeln sitzt, die von zwei schwarzen Kindern gehalten werden. "Das ist rassistisch", fand die Mutter eines afroschwedischen Kindes und postete ihren Unmut auf Facebook.

Dem schwedischen Radiosender P3 sagte sie: "Es ist ein typisches Bild aus den rassistischen Kolonialzeiten, wo die Kinder Sklaven für Pippi sind." Das Geschäft, in dem der Vorhang verkauft wurde, befindet sich in der sogenannten Astrid-Lindgren-Welt in der schwedischen Ortschaft Vimmerby. In dem Themenpark dreht sich alles um die Geschichten der weltberühmten schwedischen Autorin.

Nachdem der Radiosender P3 darüber berichtete, entfernten die Mitarbeiter die Vorhänge aus dem Sortiment. "Wir haben das gar nicht gesehen", räumte Verkaufsmanager Ove Olsson ein. "Aber ich verstehe jetzt, dass dieses Bild von den schwarzen Kindern, die Pippi Langstrumpf huldigen, unpassend ist." Produziert werde der Vorhang ohnehin schon seit einer Weile nicht mehr. (APA, red, derStandard.at)


  • Das Motiv des Anstoßes.
    foto: screenshot facebook

    Das Motiv des Anstoßes.

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